Verzeihen, nicht vergessen

Dass man verzeiht, aber trotzdem nicht vergisst, ist eine der wichtigsten Lektionen des Lebens. Oft können wir nicht loslassen, da der Schmerz so tief saß. Doch jedes Festklammern verhindert, dass wir uns Neuem öffnen. Und das Neue sollte der Ansporn sein, dass wir das Alte in Frieden gehen lassen können.

Nicht zu vergessen bringt den Vorteil auch daraus gelernt zu haben, so wie wenn wir uns an der Herdplatte einmal verbrannt haben, vorsichtig sind, jedoch nicht aufhören, jemals wieder zu kochen.

Verzeih-Liste

Im Internet gibt es schon sehr häufig die Löffel-Liste. Eine Idee aus dem Film „Das Beste kommt zum Schluss“.

Ich möchte heute zur Verzeih-Liste anregen. Alle Menschen aufschreiben, die einen mal verletzt haben und ihnen verzeihen. In welcher Form auch immer. Ob persönlich, über Dritte oder rein geistig.

E.P. – Du bist von Blume zu Blume geflogen, mich hast Du einfach auch nur bestäubt – ich verzeihe Dir, Du konntest eben den anderen nicht widerstehen

H.H. – Du warst nie der Vater, den ich gebraucht hätte – ich verzeihe Dir, Du hast es selbst nie anders erfahren

O.H. – Du hast mich öfters enttäuscht – ich verzeihe Dir, Du warst Dir Deiner Verletzungen nicht bewusst

R.H. – Du hattest mich neben so vielen anderen – ich verzeihe Dir, Du warst halt einfach heiß begehrt

H.S. – Du wolltest nicht nur mich lieben dürfen, sondern auch andere – ich verzeihe Dir, Du warst zu sehr von einer Vor-Beziehung traumatisiert

R.E. – Du hast gesagt, ich sei Deine beste Freundin und Du hast mich total hängen lassen. Ich musste wegen Dir krank arbeiten gehen und hing dadurch lange dran – ich verzeihe Dir, Du vermisst mich sicher mehr als ich Dich

A.M. – Du hast mich an den Haaren gezogen, mich geohrfeigt und warst auch so nicht gerade ein Gentleman – ich verzeihe Dir, wir waren noch so jung

H.F. – Du hast mich hintergangen und ich musste es ausbaden. Hat mir einige Jahre meines Lebens gekostet, sowohl finanziell als auch emotional – ich verzeihe Dir, Du hattest es nicht anders gelernt

R.M. – Du hast nichts mehr für mich empfunden und trotzdem Tisch und Bett mit mir geteilt – ich verzeihe Dir, Du hattest einfach noch nicht mit Deiner vorherigen Beziehung abgeschlossen

R.G. – Du warst nicht ehrlich zu mir – ich verzeihe Dir, Du hattest vielleicht Angst, dass ich mehr von Dir will und wolltest kein Risiko eingehen

M.H. – Du hast meine Gefühle nicht erwidert, da ich Dir auch zu jung war – ich verzeihe Dir, Du kannst ja nichts erzwingen und hast eben auch Regeln von Zuhause mitbekommen

P.F. – Du hast behauptet, dass Du in eine andere verliebt wärst, was dann nicht stimmte – ich verzeihe Dir, Du wolltest mich wahrscheinlich nicht verletzen und wir waren auch noch jung

M.S. – Du hast kompletten Schwachsinn über mich verbreitet, sogar Falschaussagen getroffen – ich verzeihe Dir, Du glaubtest so einen Freund einen Gefallen zu bereiten

H.S. – Du hast Dich einfach nicht mehr gemeldet, weil Du mir nicht sagen wolltest, dass Du nicht mehr mit mir zusammen sein willst – ich verzeihe Dir, es verlangt viel Feingefühl, mit jemandem Schluss zu machen und Du hast gewusst, dass Du es nicht hinbekommst

M.P. – Du hast grundlos den amikalen Kontakt zu mir abgebrochen – ich verzeihe Dir, Du fühltest Dich anscheinend nicht mehr wohl in meiner Gesellschaft

 

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