Reduktion

Sich zu reduzieren kann in vielerlei Hinsicht von Vorteil sein. Wenn man z.B. weniger isst oder weniger fernseht oder weniger Zeit mit Menschen verbringt, die einem nicht gut tun.

Wir leben in einer Welt des Überschusses. Beim Essen sind die Folgen davon schnell zu erkennen – Übergewicht. Nicht nur zu viel, sondern auch das falsche in Kombination mit zu wenig Bewegung. Hier kann ein Reduzieren oder Umstellen von Vorteil sein. Oft geht es in eine sehr einseitige Richtung wie nur noch vegan oder sogar nur noch Rohkost.

Bewegung kann aber auch ausarten. Täglich Sport bis zum Umfallen, sich trimmen wie ein Profisportler und ja keine Ausrutscher erlauben. Es muss jeden Tag bis zum Gehtnichtmehr trainiert werden, kein Gramm zu viel an Fett darf den Körper bedecken.

Beim medialen Konsum merkt man es nicht gleich an der Optik, aber viele Jugendlich starren nur noch in den Fernseher, ins Handy oder auf ein Computerspiel. Wenn sie sich dann wo befinden, wo kein Empfang ist und der mediale Konsum nicht möglich ist, dann starren sie ins Leere. Die Leere hat sich ja auch in ihnen ausgebreitet.

Aber nicht nur Jugendliche sind dem medialen Dauerangebot verfallen. Der Blick in die Klotze ist einfach und verhindert nachzudenken, sich anderem hinzugeben oder mit jemandem das Gespräch zu suchen.

Auch die Flut an Informationen, egal durch Fernsehen, Radio oder Internet können sich bemerkbar machen. Die Gespräche konzentrieren sich dann auf die neuesten Meldungen von der Politik, Lokalgeschehnissen und Promi-Tratsch. Doch mal ehrlich, ist ein weiterer Geköpfter, ein weiterer tödlich Verunglückter oder die neueste Prügelattacke wirklich das, mit dem wir unsere Gedanken füttern wollen?

Und so wie wir uns mit oben genannten Informationen füttern, so werden wir auch durch unser Umfeld gefüttert. Die Rede ist von Freunden, Familie, Arbeitskollegen und Bekannten. Mit welchen Menschen verbringen sie viel Zeit? Welche Gespräche werden geführt? Welche Energie herrscht dabei?

Wenn Sie sich z.B. verändern, dann kann das sowohl auf positive als auch negative Resonanz treffen. Eine neue Frisur, ein anderer Job, andere Interessen oder eine geistige Weiterentwicklung, das kann das Umfeld schon mal herausfordern. Veränderung wird nicht von jedem begrüßt. Zu angenehm ist die Komfortzone, die nur ungern verlassen werden will. Und oft fühlt sich jemand dann dadurch genötigt, auch eine Veränderung vorzunehmen. Um dies zu verhindern, wie gesagt ist die Komfortzone ja sehr angenehm, kann das auch zu blockierenden Worten führen wie „früher warst Du irgendwie einfacher“ „bist Du Dir sicher, dass Du das machen willst“ „ich würde das nicht so machen“ und vieles mehr. Stellt sich die Frage, ob bei einer angehenden Veränderung nicht auch das bestehende Umfeld einer Veränderung bedarf?

Doch zu extremistisch sollte eine Reduktion auch nicht sein. Man ist ja immerhin noch Mensch und lebt auch als Mensch.

Mein Rat dazu:

Esse bewusst, aber gönn Dir ab und zu etwas, mache Sport, ohne dass Du das Leben aus den Augen verlierst, sei in Gesellschaft, aber nicht in jeder.

#reduktion #gesellschaft #überfluss #überflussgesellschaft #bewusstsein

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