Dankbarkeit

Wie oft verstehen wir alles als selbstverständlich und verlernen dabei jegliche Dankbarkeit.

Zum Beispiel das Wetter. Wenn jeden Tag im Sommer die Sonne scheint, dann ist es absolut selbstverständlich und wir nehmen es als solches hin. Doch wehe das Wetter spielt uns einen Streich und das vielleicht sogar im Urlaub.

Oder, dass wir täglich zu essen haben. Erst wenn man nicht mehr in den täglichen Genuss kommt, wird einem jener Luxus, den viele der Erdbevölkerung gerne hätten, bewusst. Machen Sie mal 3 oder 6 Tage einen Fastenurlaub. Unglaublich wie stark das Verlangen nach Essen werden kann und wie dankbar man für einen simplen Apfel ist, der das Fasten wieder bricht.

Oder Wasser. Fließt es bei uns sauber und in Trinkqualität aus der Leitung und wird selbst zum Duschen und sogar Spülen der Toilette in Höchstqualität verschwendet, so kann ein Ausflug ohne Wasserreserven nach wenigen Stunden zum Albtraum mutieren.

Ja, die täglichen Dinge werden sooft als selbstverständlich genommen, dass es fast unglaublich scheint, dass die meisten Menschen der Erde dankbar wären, wenn sie regelmäßig Wasser und etwas zu essen hätten.

Allzu oft beschweren wir uns, wenn das Handy nicht mehr das neueste ist, der Computer mal hängt oder eine Tomate aus dem Körberl schimmlig geworden ist. Man nichts zum Anziehen im Kasten hat, die Haare wieder geschnitten gehören und der Tank des Autos schon wieder leer ist.

Nach einem Fastenaufenthalt habe ich mir angewöhnt, für jedes Essen auf dem Tisch kurz, nur eine Millisekunde, innezuhalten und dafür zu danken, dass ich zu essen habe. Wenn man bedenkt, dass über 800 Millionen Menschen täglich hungern, dann wird man fast demütig, dass wir nicht nur täglich zu essen haben, sondern auch über den Luxus der Essensauswahl verfügen, nicht nur essen, um satt zu werden, sondern auch um eine Befriedigung zu erlangen.

Ja, ab und an sollten wir alle etwas mehr Dankbarkeit empfinden und uns in Demut üben.

 

#dankbarkeit #danken #freuen

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