Wer bist Du? / Who are you?

Wer bist Du?

 

 

 

 

 

  • Ich bin eine Grenzgängerin
  • eine Extremistin
  • eine Ver-rückte
  • eine, die nicht ins System passt
  • eine, die dafür gemacht ist, die Welt zu bereisen und zu erforschen
  • eine, die Routine schnell langweiligt
  • eine, die sich nicht gerne den Regeln anderer unterordnet
  • eine, die gerne selbst über ihr Leben bestimmt
  • eine, die sich gerne kreativ beschäftigt
  • eine, die manchmal gerne in Gesellschaft und dann lieber komplett alleine ist
  • eine, die lieber abgelegen mit viel Natur wohnt
  • eine, die Stille bevorzugt
  • eine, die gerne so leben möchte, wie es ihr Da-sein für sie vorgesehen hätte.

Und wer bist Du?

#werbistdu #dubist #du #dubistdu #ichbinich #Gedanken #Worte #Schreibblog #Schreiben #Bloggen

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Who are you?

 

 

 

 

 

  • I’m a boundary (wo)man
  • an extremist
  • a crackpot
  • one, who doesn‘t fit into the system
  • one, who’s made for travelling and exploring the world
  • one, who’s soon bored on routine
  • one, who doesn’t like to subordinate to others rules
  • one, who prefers to carry her life in her hands
  • one, who loves to be creative
  • one, who likes to be sometimes in society and then again absolutely alone
  • one, who favours to live solitary surrounded with lots of nature
  • one, who prefers the silence
  • one, who would love to live how it was originally designed for her.

And who are you?

#whoareyou #you youare #youareyou #iamme #iamasiam #THOUGHTS #WORDS #WRITINGBLOG #WRITING #blogging

Die Schönheit der Heimat

Die Schönheit der Heimat

Wenn man von einer längeren überwältigenden Fernreise zurückkehrt, neigt man dazu, dass man die Pracht des eigenen Landes nicht mehr sieht.

Ein ausgedehnter Spaziergang kann dies wieder ändern und die Schönheit der eigenen Heimat zum Vorschein bringen.

#Schönheit #Heimat #spaziergang #Gedanken #Worte #Schreibblog #Schreiben #Bloggen

 

The beauty of the homeland

When returning from a longer overwhelming long-distance journey you might tend to not seeing the splendour of the own country any more.

An extended walk could change this again and resurface the beauty of the own homeland.

#BEAUTY #HOMELAND #HOME #WALK #THOUGHTS #WORDS #WRITINGBLOG #WRITING #blogging

Spiritueller Jahrmarkt

Spiritueller Jahrmarkt

Darf es etwas Bewusstsein sein?

Oder eine Prise Erleuchtung?
Vielleicht auch ein Stück kosmischer Heilstrahl?

Ja, das Angebot am spirituellen Jahrmarkt ist riesig, und noch größer als all das, ist jener Schausteller Ego.

Manchmal scheint es, dass es sich mehr um einen Jahrmarkt der Eitelkeiten handelt, als um ein geistiges Erwachen.

Die Arroganz und Überheblichkeit ist grenzenlos, wohl das einzige, das hier dem Universum gleicht.

Sagt nicht schon ein altes Sprichwort: „Hochmut kommt vor dem Fall.“

Und so werden all jene, die sich für ganz groß und hell halten, irgendwann ganz klein am Boden der Realität wieder finden.

Denn der Kosmos, der strebt immer nach Ausgleich.

#Jahrmarkt #spirituell #spirituellerjahrmarkt #Spiritualität #pseudospiritualität #GEDANKEN #WORTE #SCHREIBBLOG #SCHREIBEN #BLOGGEN

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Spiritual fair

May it be some consciousness?
Or a pinch of enlightenment?
Maybe a piece of cosmic ray of healing?

Yeah, the offer at the spiritual fair is huge and much bigger than this, is those carnies ego.

Sometimes it seems that it’s more a vanity fair than a spiritual awakening.

The arrogancy and haughtiness is infinite, that’s probably the only one which matches with the universe.

Doesn’t an old saying already tell: ‚Pride comes before the fall.‘

And so all those who believe themselves as very great and bright will once find themselves again very small on the bottom of reality.

Because the cosmos, it always aspires to balance.

#spirituality #spiritual #spiritualfair #vanityfair #fair #pseudospiritualität #THOUGHTS #WORDS #WRITINGBLOG #WRITING #blogging

Kartenhaus

Das Kartenhaus

Karte für Karte akribisch aufeinandergestapelt zu einem hohen Turm, so sieht ein Kartenhaus aus. Zieht man eine einzelne Karte heraus, behält es meist seine Form. Werden jedoch mehrere Karten aus dem Konstrukt entfernt, so wird es instabiler, bis schlussendlich das gesamte Werk kollabiert. Eine Implosion wie manchmal auch in unserem Leben.

Man errichtet mit viel Fleiß ein Bauwerk, dessen Lebenskarten Beruf, Familie oder Gesundheit heißen. Wenn jedoch durch widrige Umstände einige Karten ihre tragende Funktion verlieren, droht das Kartenhaus zusammenzubrechen.

Doch wie sprach einst Jesus: „Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.“ (Johannes 2:19)

Jede Karte kann wieder neu aufeinander gestapelt werden. Jeder Tempel wieder neu erbaut werden. Oftmals entsteht nach so einer Zerstörung sogar ein besseres und stabileres Bauwerk als zuvor.

#karten #kartenhaus #beruf #familie #job #gesundheit #implosion #zerstörung #neuaufbau #gedanken #worte #schreibblog #schreiben #bloggen

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House of Cards

Card by card meticulously piled up to a high tower, that’s how a house of cards looks like. Taking out one single card doens’t change its shape. But if more cards are removed from its construct it gets unstable until the whole building collapses. An implosion like sometimes in our own lives.

We erect with lots of diligence a building that life-cards are called job, family or health. When due to unfavourable circumstances some cards loose their load-bearing function, the house of cards threatens to crack.

But Jesus once said: ‚Destroy this temple, and I will raise it again in three days.‘ (John 2:19)

Each card can be piled up again. Each temple can be raised again. Oftentimes after a destruction emerges a building even better and more stable than before.

#cards #houseofcards #job #family #health #implosion #destruction #rebuilding #rebuild #thoughts #words #writingblog #writing #bloggen

Die Wahl

 

Die Wahl

Wenn Du die Wahl hättest zwischen
wissen, dass Du nichts weißt und
nicht wissen, dass Du alles weißt,
wie würdest Du entscheiden?

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The choice

When you‘ve had the choice between
to know that you know nothing and
not knowing that you know everything,
how would you decide?

#choice #choose #decision #decisions #decide #makeadecision #thoughts #writing #writingblog #blogging #writedownhoughts #texting #texten #wahl #thechoice #entscheidung #entscheidungen #entscheiden #entscheidungtreffen

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Warnung!

Dachstein, Seethalerhütte – 40 verdammte Höhenmeter …

Aufgrund einer anstehenden Peru-Reise, bei der eines der Reiseziele das auf 3.400 Metern Höhe liegende Cusco ist, führten Gespräche mit Bekannten als auch das Lesen des Reiseführers dazu, mich mit dem Thema Höhenkrankheit auseinanderzusetzen.

Um Körper und Geist auf die dünne Luft und den höheren Druck vorzubereiten, könnte man sich nur auf ähnlich hohen Bergen zu akklimatisieren versuchen.

Da der Dachstein meinem Wohnort am nächsten liegt, entschied ich mich für jenen Berg, wo man sich mittels Seilbahn auf 2.700 Metern nach oben transportieren lassen kann.

Die erste Gondel fuhr bereits um 7.45Uhr empor, wodurch die erst um 8.30Uhr öffnenden Eishöhlen noch geschlossen waren. Daher entschied ich für eine 45 Minuten dauernde leichte Wanderung zur Seethalerhütte, welche nur 40 Höhenmeter über der Ankunftsstation liegt.

Nach wenigen Metern muss ich das erste Mal pausieren, da der Schnee zu stark blendet. Sonnenbrille auf und weiter geht’s.

Etwas später die nächste Pause. Der matschige Schnee – es hat am Vorabend g’scheit geregnet – ist sehr anstrengend zu begehen. Bei jedem Schritt stelle ich fest, dass meine Beine schwer wie Blei sind. Mein Herz pocht zudem ganz heftig, obwohl es bislang fast eben zu gehen war.

Und wieder ist Pausieren angesagt. Meine Kondition ist grottenschlecht und ich ärgere mich maßlos. Alle möglichen Ausreden fluten meinen Kopf, warum ich die letzten 2 Jahre kaum Sport machte. Zu viel Arbeit, zu schlechtes Wetter, Frühblüher-Allergie, zu heiß und so weiter. Irgendein Scheiß war immer.

Während des langsamen Voranschreitens, mit einem inneren Dialog voll mit Fluchen, muss ich mir eingestehen, dass nichts oder niemand anderer Schuld an meiner mangelnden Fitness hat, außer mir selbst. Wo ein Wille, da ein Weg. Wenn Sport eine Priorität gewesen wäre, dann hätte mich nichts davon abhalten können. Punkt!
Okay, das wäre nun einmal geklärt. Weiter.

Ich werde mir eines schleichenden Höhen-Tourettes bewusst. Jedes zweite Wort, welches ich denke, ist Fuck, Shit oder verdammt.

Als mich die ersten Wanderer fröhlich quatschend und ohne jegliche Anstrengung flott überholen, überkommt mich förmlich ein Wutanfall.
„Jaja, ihr Sportskanonen, überholt ruhig die blöde Tussi aus der Stadt, die mit ihren Big-Shades wie eine Außerirdische aussieht und trotz neuester und modernster Ausrüstung sich nur schleppend zur Berghütte kämpft.“

Als die Wanderer etwas weiter vorne nach rechts Richtung Klettersteig abbiegen, habe ich eine Eingebung.

„Der Mensch will es nicht einfach.
Der Mensch will eine Herausforderung.
Der Mensch will sich weiterentwickeln.
Der Mensch will wachsen.“

Ja, der Mensch will wachsen. Diese Erkenntnis lässt mein Höhen-Tourette unmittelbar schwinden. Nur mein kräftig pumperndes Herz und meine leicht zittrigen Oberschenkel lassen mir noch meiner Anstrengungen gewahr werden.
Ja, auch ich will über mich hinauswachsen.
Auch ich setze mich freiwillig Mühen aus.
Auch ich scheine es ganz bewusst nicht einfach haben zu wollen.
Einfach ist einfach. Aber einfach ist auch langweilig. Wow!

Ich gehe die letzten Meter zur neu erbauten Hütte mit Freude voran. Doch bevor ich auf ein Getränk einkehre, nehme ich noch die letzte Distanz bis zum Gipfelkreuz auf mich. Oben angekommen bin ich überwältigt von der atemberaubenden Aussicht – was für ein Panorama!

Ich habe es geschafft! Glückseligkeit beschreibt mein derzeitiges Gefühl am besten. Alle Mühen sind vergessen, alles vergangen. Ein Lehrer/Mentor sagte mal, dass man vorwärts lebt und rückwärts versteht. D’accord, einverstanden!

Nun habe ich mir aber ein Getränk verdient. Anstatt eines Kaffees wähle ich heute einen Kakao.

Am Berg oben ist es schön – ich freue mich schon auf Peru.
Ich freue mich auf eine nicht einfache Begehung.
Ich freue mich auf mein nächstes Wachstum, so wie ich mich als Kind bei jeder Messung am Türstock über Wachstum gefreut habe. Denn ich wollte ja auch damals größer werden. So wie jetzt auch. Denn ich werde noch größer werden.

Meinen Bildbericht gibt es hier zu sehen:
https://www.sylviaundeugenie.com/post/dachstein-2700m-%C3%BCber-den-boden

#dachstein #berg #wandern #anstrengungen #mühen #erkenntnis #eingebung #derbergruft #reisen #höhenkrankheit #höhentourette

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Dachstein, Seethalerhütte – altitude of damn 131 feet …

Due to the upcoming journey to Peru where one of  the travel destinations is the on 11,152 feet located Cusco, talks to acquaintances  and as well reading of the travel guide caused me to grapple with altitude sickness.

To prepair body and mind to the thin air and higher pressure only trying to acclimatise on similar high mountains would be an option.

The Dachstein is the closest to my residence that’s why I decided for that mountain where you can get up by cable car at 8,858 feet.

The first gondola drove at 7.45 a.m. upwards when the at 8.30 a.m. opening glacier caves where still closed. So I decided for a 45 minutes lasting easy hike to the Seethaler lodge only 131 altitude feet above the arrival plattform.

After a few feet I have to pause the first time because the snow glares. Sun glasses on and let’s go on.

Some later the next break. The slushy snow – it has rained the evening before a lot – is hard to walk on. Every step shows me that my legs are heavy like lead. My heart thumps fiercely although it was yet nearly even to go.

And again a rest. My condition is abysmal and I get annoyed exorbitantly. All possible subterfuges flood my head why I didn’t make sports for the last 2 years. Too much work, too bad weather, allergy to early flowering trees, too hot and so on. Any shit always happened.

While the slow proceeding with an inner dialogue full of swearing I have to confess that nothing or noone has the guilt for my insufficient fitness except me. Where there’s a will there’s a way. When sports would have been a priority nothing would have kept me away from it. Stop.
Okay, that’s now clarified. Go on.

I get aware of a slinking Altitude-Tourette. Every second word which I think is Fuck, Shit or damn.

As the first cheerful talking hikers overtake briskly without any physical strain suddenly  I throw a tantrum.
„Yeahyeah, you sporting aces, go on and overtake the stupid bimpo from the city with her big shades which make her look like an extra-terrestrial and who hardly fights to reach the mountain lodge despite the latest and modern equipment.“

When the hikers a little far turn right to the via ferrata I have an afflatus.

„Every man wants it not easy.
Every man wants a challenge.
Every man wants to develop.
Every man wants to grow.“

Yeah, mankind wants to grow. This insight immediately dwindles my Altitude-Tourette. Only my heavy pumping heart and my slightly shaking thighs make me aware of my efforts.

Yeah, I want to surpass myself.
Either me applys voluntarily a lot of effort.
Me too seems unconsciously wanting to have it not easy.
Easy is easy. But easy is as well boring. Wow!

I joyfully take the last feet to the new built lodge. Before having a drink I take the last distance to the summit cross. Up arrived I’m overwhelmed of the breathtaking view – what a panorama.

I’ve done it! Felicity describes my currently emotion the best. All struggles forgotten and everything  bygone. A teacher/mentor once said that you live forward and understand  backwards. D’accord, agree!

But now I deserve a drink. Instead of coffee I choose hot chocolate today.

It’s beautiful on the mountain – I’m looking forward to Peru.
I’m looking forward to a not easy hike.
I’m looking forward to my next growth like I enjoyed it as a child when I was measured  up at the doorframe. Because in those days I wanted to gain size. Like now. I’ll increase. 

And here my picture-report:
https://www.sylviaundeugenie.com/post/dachstein-2700m-%C3%BCber-den-boden

#mountain #hike #hiking #struggles #challenges #efforts #altitudesickness #altitudetourette #afflatus #intuition #growth #increase #noteasybuteasy

Ich bin …

Ich bin …

Ich bin vielleicht kein guter Mensch,
aber definitiv kein schlechter.

Sylvia Eugenie

 

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I am …

I am perhaps no good man,
but definitely no bad one.

Sylvia Eugenie

#ichbin #ich #bin #iam #i #am #gutermensch #keingutermensch #goodman #nogoodman #schlechtermensch #keinschlechtermensch #badman #nobadman #zitat #quote #quotation #gedanken #thoughts

Liebesbrief an Chios

Geliebtes Chios,

jetzt, wo ich Dich wieder verlasse, denke ich wehmütig an die erlebnisreichen Momente zurück, die Du mir beschert hast. Sofort schwirren viele eindrucksvolle Erinnerungen durch meinen Kopf – Du bist definitiv eine Insel, wie keine andere.

Eigentlich suchte ich nur etwas Erholung und Abstand zum Alltag, wollte ‘mal eine Woche Auszeit nehmen und fand dann erstaunlich viel mehr.

Die Wanderung zum Kástro Apolíchnon in Armólia hat mir meine körperlichen Grenzen aufgezeigt. Meine schlechte Ausstattung für eine ungeplante Klettertour hinterließ Schrammen und Hämatome. Aber nachdem ich nicht aufgab, kam ich hinauf zur Burgruine und konnte so die Aussicht genießen.

 

Der Abstieg war übrigens ebenso herausfordernd – jeden Stein spürte ich auf meinen Fußsohlen, oft knickte ich um, da meine Turnschuhe nicht knöchelhoch waren. Zusätzlich war meine Kondition zu dieser Zeit nicht gerade die Beste.

Die Wanderung im Malagkitios-Tal von der Kirche Ágios Geórgios weg war zwar ohne Klettern zu bewältigen, jedoch ging ich berauscht durch die Schönheit der Natur 2 km bergab, um dann bei der Kirche Ekklisía Ágios Nikólaos festzustellen, dass ich nun alles wieder bergaufgehen müsste. Die Mittagshitze unterschätze ich ebenso wie die Steigung, so dass der Aufstieg des Öfteren eine kurze Verschnaufpause verlangte. Doch auch hier meisterte ich die Anstrengungen und dies erfüllte mich mit enormer Freude.

Ich besuchte auf Dir unzählige Klöster wie Móni Agíou Mína, Moní Panagías Voítheias oder Néa Moní und obwohl ich schon lange aus der Kirche ausgetreten bin, fühlte ich mich Gott dadurch wieder näher. Die atemberaubende Schönheit der Stätten ließen mich oft nur mit offenem Mund im Eingangsbereich verharren und staunen. Ich bezweifle zwar, dass diese Bauten vonnöten sind, um an eine höhere Macht zu glauben, nichts destotrotz ist ihr Anblick beeindruckend.

Als mich das Navigationssystem des Handys durch so schmale Gassen führte, dass ich einmal fast mit dem Auto steckenblieb, war ich so verzweifelt, dass ich zu weinen begann und am ganzen Körper zitterte. Mit heruntergelassenen Scheiben und angeklappten Spiegeln ließ ich das Auto zentimeterweise nach vor rollen. Ich hatte in diesem Augenblick ziemliche Angst, ich war ganz alleine, weit und breit niemand zu sehen. Nur ich und mein zitternder Körper.

Doch ganz alleine war ich dann wohl doch nicht, irgendjemand oder irgendetwas stand mir bei, führte mich durch die Angst, ließ mich eine weiter Prüfung bestehen, eine neue Hürde überwinden. Für einen kurzen Moment zweifelte ich an der Bereicherung von Menschenleere, von Einsamkeit und Stille. Doch nur einen kurzen Moment.

Denn die andere Zeit über genoss ich das All-ein-sein außerordentlich. Als könnte ein Schalter für Lärm durch Gequassel, Radio oder Straßenlärm einfach umgelegt werden.

Obwohl die Natur selbst ja nicht nur still ist, denn genauso hier gibt es einen nicht zu unterschätzenden Lärmpegel durch Vögel, Grillen oder stürmischen Wind. Doch komischerweise wird das von den wenigsten als unangenehm empfunden. Es wird nicht als Lärm wahrgenommen, sondern als eine harmonische Untermalung, so wie sanfte Hintergrundmusik.

Die unterschiedlichen Landschaften von Dir zeigten mir die Vielfalt des Lebens auf. Während es im Süden und Südwesten weniger windig und sehr grün war, wiesen manche Gegenden des Nordostens eine vollkommene Kargheit auf. Selbst der Wind, der zwar stetig auf Dir vorhanden ist, wehte im Norden deutlich stärker, dass ich trotz der Juni-Sonne eine Jacke anziehen musste.

Ist es nicht bemerkenswert, wie unterschiedlich das Wetter nur 30 km weiter ist?

Was für eine kleine Distanz mit einer so großen Differenz! Die Natur hält so viel Beeindruckendes bereit. Wie oft wir das vergessen oder nicht mehr wahrnehmen.

In Olýmpoi saß ich alleine auf einer Bank und ließ den angenehmen Schatten als auch die alten Mauern des wunderschönen mittelalterlichen Ortes auf mich einwirken. Eine ältere Dame mit Rollator nahm neben mir Platz und wir unterhielten uns ein wenig. Sie fragte unter Anderem, ob ich alleine reiste und sagte „It’s the best to travel alone“. Ja, dem kann ich nur zustimmen.

Die viele Zeit ohne Menschen, die viele Zeit mit mir alleine, die Herausforderungen beim Klettern, Wandern und in den Engen haben sehr viel in mir bewegt. Es hat mir ein verlorengegangenes Urvertrauen zurückgeschenkt, man könnte es fast Gottvertrauen nennen. Und dafür liebes Chios, möchte ich Dir unglaublich danken! Du wirst mir dadurch immer in Erinnerung bleiben, wirst mich ins Schwärmen geraten lassen und mit Freude erfüllen.

Danke vielmals!

In Liebe
Sylvia

P.S.: Hier sieht man den Reise-Blog dazu:
https://www.sylviaundeugenie.com/post/bei-den-chioten

 

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Love Letter to Chios

Beloved Chios,

now where I’m leaving you, I wistfully remember the eventful moments I earned. Immediately lots of impressive memories get through my head – you are definitively an island like no other.

Actually I was just seeking for recovery and distance of everyday life, I just wanted a week time-out and founded amazingly much more.

The hike to the Kástro Apolíchnon in Armólia showed me my physical limits. My inadequate equipment for the unplanned climbing tour led to scratches and bruises. But I didn’t give up and came to the ruin of the castle and could enjoy the beautiful view.

The descent was challening as well – I felt every stone on the sole of my feet, often I turned my ankles because the shoes haven’t been high enough. Additionally my physical conditions wasn‘t the best at that time.

The hike to the Malagkitios-Valley starting from the church Ágios Geórgios was to manage without climbing but inebriated by the beauty of the nature I walked 1,25 miles downhill and recognised at the church Ekklisía Ágios Nikólaos that I have to walk the route uphill as well. I underestimated the midday heat just as the steep incline which forced me to take a breather. But I also met the challenges and was fullfilled with pleasure.

I visited your countless monasteries like Móni Agíou Mína, Moní Panagías Voítheias or Néa Moní and although my secession from the church is already long ago thereby I felt closer to God again. The breathtaking beauty of those holy sites made me often just stand still and agaping in astonishment. I honestly doubt the necessity of those buildings for believing in a higher power but nonetheless the sight is sensational.

When the navigation system of the mobile phone guided me through such narrow alleyways that nearly the car got stucked, I was so desperated that I started crying and my whole body shivered. With lowered glass panes and side mirrors pushed to the car I slowly inched forward. In that instant I was quite anxious, I was all alone, no one far and wide. Only me and my shivering body.

But I was obviously not all alone, anybody or anything stood by me and guided me through the anxiety, let me bear another examination and overcome a new hurdle. For a short moment I doubted the enrichment of uninhabited parts, of solitude and silence. But only for a very short moment.

Because all the other time I extraordinarily enjoyed the al(l)-one-ness. As a switch for noise due to jabber, radio or traffic noise which could be flicked.

Although nature itself isn‘t only calm because there is a not to be underestimated noise of birds, crickets or blustering wind. Oddly enough the fewest feel embarrassed by that. It’s not noticed as noise but as a cosy accompaniment like ambient music.

Your different landscapes showed me the diversity of life. While it was less windy and jolly green in the South or Southwest, some parts of the Northeast presented pure bleakness. Even your wind blew distinctly stronger that I had to turn on a jacket despite the sun of June.

Isn’t it remarkable how different the weather is only 18 miles far?

What a small distance with such a big difference! Nature has so much impressive. How often we forget or do not recognise.

At Olýmpoi I sat alone on a bench and enjoyed the comfortable shadow and the old walls of the lovely medieval village as an old lady with a wheeled walker set down close to me. We talked a little when she asked if I travel alone and then stated ‘It’s the best to travel alone‘. Yeah, I agree absolutely.

The plenty of time without people, the plenty of time with myself, the challenges on climbing, hiking and in the narrownesses induced so much in me. It seems that the lost basic trust was donated back to me, it could be pronounced as a trust in God. And for that, dear Chios, I’d like to thank you a lot! You’ll be forever in my memories, I‘ll always go into rhapsodies over you and be fullfilled with pleasure.

Thanks a lot!

Yours sincerly
Sylvia

P.S.: Here you can see the Travel-Blog – sorry, only in German:
https://www.sylviaundeugenie.com/post/bei-den-chioten

#chios #greek #griechenland #loveletter #liebesbreif #letter #brief #lovelettertochios #liebesbriefanchios #island #insel #nature #natur

Schuld

Schuld

Ich habe Schuld, es ist meine Schuld, ich muss dafür geradestehen, ich habe es zu verantworten. Worte, die man, wenn man ehrlich ist, selten von sich gibt.

Denn irgendwer hat doch immer Schuld. Irgendwer, nur nicht ich.

Wenn ein Mann seine Partnerin betrügt, dann war der Alkohol oder eine penetrante Verführerin schuld. Wenn eine Frau ihren Partner betrügt, dann hat er sich gehen lassen und sie vernachlässigt und somit war es auch seine Schuld. Wenn wir einen Parkschaden verursachen, dann war der berufliche Stress oder das Telefonieren am Handy schuld und und und.

Doch wie unglaublich würde sich eine Situation verändern, wenn beispielsweise ein Schüler plötzlich sagte, dass er schuld sei, dass er den Test nicht bestanden hat, da er zu wenig gelernt hätte, anstatt dem schwierigen Test oder den Lehrer die Schuld zu geben.

Wenn dem Mann andere Frauen mehr ansprechen als die eigene, dann sollte er sich vielleicht fragen, was er tun könnte, damit sich dies wieder ändert. Oder die Frau, die vielleicht mit ihren Mann gemeinsam zum Sport gehen und sich auch um ihn wieder mehr kümmern würde.

Denn wie soll sich etwas ändern, wenn immer die anderen schuld sind? Auf die anderen haben wir wohl wenig Einfluss, oder?

Je mehr Eigenverantwortung wir für unser Handeln übernehmen, umso mehr können wir es auch beeinflussen. Und das wäre es doch wert, an etwas Schuld zu haben, oder?

#schuld #schuldig #ichbinschuldig #esistmeineschuld #verantwortung #verantwortungübernehmen

 

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Guilt

I‘m guilty, it’s my fault, blame it on me, I‘ve to account for it, I’ve to take responsability for it. Words, honestly, seldom pronounceded by us.

‘Cause anyone is always to blame. Anyone, only not me.

If a man cheats on his girl it has to be blamed on alcohol or a pushy vamp. If a woman cheats on her partner he let himself go and neglected her and so it was his fault. If we cause a parking damage it was the blame of the stress in the job or talking on the mobile phone and so on.

But how incredibly a situation could be changed when e.g. a pupil says that it was his fault not passing an exam because of learning too little instead of blaming the difficult test or the teacher.

If the man feels more attracted by other woman than by his own he could ask himself what he can contribute to change. Or the woman who could do sports togehter with her boyfriend or take more care of him.

Because how should something be changed if the others are the ones to be blamed? We might have only little influence on the others, isn’t it?

The more we take responsability for our acting the more we can as well have an impact on it. Wouldn’t it be great to effect blame on that?

#guilt #guitly #iamguilty #itsmyfault #blameitonme #responseability #takeresponseability

Besitz belastet

Besitzt belastet

Wenn sich das Jahr zu Ende neigt, dann reflektiere ich es in völliger Ruhe und bekomme dadurch neue Erkenntnisse. Dass Besitz eine Belastung darstellt, konnte ich so für mich feststellen.

Je mehr man hat, umso mehr muss man dafür tun, um es zu erhalten. Wer beispielsweise ein großes Haus besitzt, der muss mehr Zeit in die Reinigung investieren als auch höhere Kosten in die Instandhaltung. Dadurch kann sich ein enormer Druck aufbauen, der dann wie eine schwere Last an einem haftet.

Ich habe daher beschlossen, um mich zwangsläufig des Druckes zu befreien, meinen Besitz zu reduzieren. Weniger Kleidung, weniger Sportgeräte, weniger Möbel, einfach weniger von allem. Je mehr sich mein Kasten leert, je mehr Platz geschaffen wird, desto weniger Fläche werde ich infolgedessen noch benötigen. Dadurch wiederrum wird es mir möglich, einen kleineren Wohnraum zu besiedeln. Die gewonnene Zeit, da ja weniger sauber zu halten ist und das eingesparte Geld für weniger Miete/Eigentum, soll mir die Freiheit geben, mehr Zeit mit Hobbies zu verbringen als auch vielleicht die Arbeitsstunden an sich zu reduzieren. Denn je weniger ich besitze, desto weniger werde ich damit belastet.

#besitz #pflicht #belastung #besitzbelastet

 

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Property burdens

When the year draws to an end I gain realisation by reflecting in totally silence. So I observed for myself that property is a burden.

The more one holds the more one has to do for keeping it. One owning a large house for example has to invest more time for cleansing and as well more money to maintenance. This can build up a high pressure which sticks to you like a heavy load.

Hence I decided to get rid of pressure by reducing my belonings. Less clothes, less gymnastic machines, less furniture, less of all. The more my wardrobe empties, the more space is created, the less area I’ll need accordingly. Thus in turn allows me to settle down in a smaller living space. The gained time for keeping less clean and the saved money for less rent/home ownership shall leave me free for spending more time with hobbies and maybe reducing once my working hours in general. Because the less I own the less I’m burdened.

#property #burden #propertyburdens