Dankbarkeit

Wie oft verstehen wir alles als selbstverständlich und verlernen dabei jegliche Dankbarkeit.

Zum Beispiel das Wetter. Wenn jeden Tag im Sommer die Sonne scheint, dann ist es absolut selbstverständlich und wir nehmen es als solches hin. Doch wehe das Wetter spielt uns einen Streich und das vielleicht sogar im Urlaub.

Oder, dass wir täglich zu essen haben. Erst wenn man nicht mehr in den täglichen Genuss kommt, wird einem jener Luxus, den viele der Erdbevölkerung gerne hätten, bewusst. Machen Sie mal 3 oder 6 Tage einen Fastenurlaub. Unglaublich wie stark das Verlangen nach Essen werden kann und wie dankbar man für einen simplen Apfel ist, der das Fasten wieder bricht.

Oder Wasser. Fließt es bei uns sauber und in Trinkqualität aus der Leitung und wird selbst zum Duschen und sogar Spülen der Toilette in Höchstqualität verschwendet, so kann ein Ausflug ohne Wasserreserven nach wenigen Stunden zum Albtraum mutieren.

Ja, die täglichen Dinge werden sooft als selbstverständlich genommen, dass es fast unglaublich scheint, dass die meisten Menschen der Erde dankbar wären, wenn sie regelmäßig Wasser und etwas zu essen hätten.

Allzu oft beschweren wir uns, wenn das Handy nicht mehr das neueste ist, der Computer mal hängt oder eine Tomate aus dem Körberl schimmlig geworden ist. Man nichts zum Anziehen im Kasten hat, die Haare wieder geschnitten gehören und der Tank des Autos schon wieder leer ist.

Nach einem Fastenaufenthalt habe ich mir angewöhnt, für jedes Essen auf dem Tisch kurz, nur eine Millisekunde, innezuhalten und dafür zu danken, dass ich zu essen habe. Wenn man bedenkt, dass über 800 Millionen Menschen täglich hungern, dann wird man fast demütig, dass wir nicht nur täglich zu essen haben, sondern auch über den Luxus der Essensauswahl verfügen, nicht nur essen, um satt zu werden, sondern auch um eine Befriedigung zu erlangen.

Ja, ab und an sollten wir alle etwas mehr Dankbarkeit empfinden und uns in Demut üben.

 

#dankbarkeit #danken #freuen

Das Glück des Teilens

Wenn wir als Kinder immer wieder ermahnt wurden, dass wir teilen sollen, dann bezog sich das zumeist auf materielle Sachen. Wenn Du z.B. eine Packung Waffeln hattest und Geschwister oder Freunde in Deiner Näher waren, solltest Du mit ihnen teilen.

Man sagt ja auch, dass diejenigen, die viel haben, mit denen teilen sollen, die wenig haben. Wer viel zu essen hat, sollte den Hungernden geben, wer viel Geld hat, sollte denen in Armut helfen.

Gewissermaßen sollte ja auch der Staat so allen geben, indem er denen, die viel verdienen, mehr an Steuern nimmt, als denjenigen, die wenig verdienen, um so all jenes, dass beiden dient, zu ermöglichen wie z.B. unsere Straßen oder Schulen.

Doch Teilen muss nicht immer materiell sein. Wie schön ist es, eine Erinnerung mit jemandem zu teilen. Wenn man über den wunderschönen Sonnenuntergang an der Riviera spricht und neben einem jemand sitzt, der dadurch auch wieder das wunderbare Bild der untergehenden Sonne zurückgerufen bekommt.

Oder das Teilen von Lachen. Zu ernst ist unsere Welt geworden und wie erfrischend ist es dann, mit jemand sein Lachen zu teilen und somit zwei lachende Gesichter zu verspüren.

Und nichts verdoppelt sich derart schnell, wie wenn man Glück teilt. Freude teilt. Liebe teilt.

Im Film „Into the wild“, der auf einer wahren Begebenheit beruht, begibt sich ein junger Mann auf Reisen. Nur mit einem Rucksack bepackt durchquert er die unterschiedlichsten Gegenden, mit dabei seine wichtigsten Bücher. Lange Zeit ist er komplett alleine und hat dann eine Art Eingebung „Happiness is only real when shared“ (Chris McCandless), also dass Glück oder Zufriedenheit nur dann echt oder wahrhaftig sind, wenn man es teilt.

Denn mal ehrlich, was ist der größte Erfolg, der nicht mit anderen geteilt werden kann, die schönste Aussicht, wenn nicht mit anderen wahrgenommen, das größte Glück, wenn nicht geteilt?

Das wahre Teilen ist daher nicht jenes von materiellen Gütern, sondern jenes, das einem nichts kostet aber unglaublich viel einbringt.

In diesem Sinne, teilen Sie Ihr Lächeln, teilen Sie Ihr Glück und machen Sie es so zu etwas Wahrhaftigem.

 

#teilen #glück #glückdesteilens #teildeinglück

Der weiße Raum

Ich sitze in einem vollkommenen weißen Raum

um mich nichts

absolut nichts

nur weiß

egal ob vorne, hinten, rechts, links, oben oder unten

nur weiß

ich bin orientierungslos

wie ein Schiff, das auf weiter See ist und nur das unendlich Meer um sich hat

der Kompass dreht sich im Kreis

wo bin ich?

ich irre umher

fühle mich völlig verloren

wo ist mein Weg?

ich habe den Weg aus den Augen verloren

habe kein Ziel mehr

keine Richtung vorgegeben

ist das das Ende?

ist das der Anfang?

ich weiß es nicht

keiner kann mir helfen

ich bin total auf mich selbst gestellt

weiß

alles nur weiß

was würde ich für etwas mehr Farbe tun

was würde ich für einen Weg tun

nur ein ganz kleiner Trampelpfad

irgendeine Richtung

überhaupt irgendwas

in diesem weißen Raum voll Nichts

 

#weiß #weißerraum #nichts #alles

Die Menschen ändern sich nicht?!

Das sagt man zumindest gerne. Einer der stiehlt, wird immer stehlen, einer der betrügt, wird immer betrügen, einer der untreu ist, wird es auch immer sein.

Doch ist es wirklich immer so?

Oder gibt es Gründe, dass jemand genauso etwas immer wieder tut? Und bei Änderung der Gründe, würde sich auch das Verhalten ändern?

Ich kenne eine Dame, die in jungen Jahren leicht rechts angehaucht war und dann 25 Jahre später eine aktive Linksaktivistin wurde. Mit ihren 14 oder 15 Jahren, wurde sie möglicherweise durch ihr Umfeld so stark geprägt, dass sie glaubte, sich anpassen zu müssen, um einerseits dazuzugehören und andererseits möglicherweise gar nicht nachdachte, was denn ihre eigene Meinung wäre.

Ein Bekannter erzählte früher gerne, dass er untreu sei, denn es gäbe so viele tolle „Angebote“, da könne er nur schwer nein sagen. Doch als dann eine Frau in sein Leben trat, in die er wirklich verliebt war, hatte sich das Bedürfnis nicht gezeigt. Ob es auf Dauer gut gegangen wäre, wer weiß. Zumindest brach er mit ihr alle seine Rekorde und konnte ganze 1 ½ Jahre treu sein und wenn es nicht auseinandergegangen wäre, womöglich wäre er es immer noch.

In einer Fernsehdoku war ein Bericht von einem Mann zu sehen, der die meiste Zeit seines Lebens straffällig war und im Knast absitze. Als er bei einer Prügelei im Knast schwer am Kopf verletzt wurde und dann nach einer Zeit im Koma wieder erwachte, war er geläutert worden. Er begann zu lesen und zu malen und als er wieder auf freien Fuß war, arbeitete er als Streetworker mit Jugendlichen, um sie von der Straße wegzubringen und ihnen die Kunst näher zu bringen.

Ja, Menschen können sich verändern. Es mag nicht häufig sein, doch es ist möglich.

Wenn ein Mensch eine Chance bekommt und sie zu ergreifen weiß, dann können radikale Veränderungen eintreten. Eine Chance, die jeder Mensch einem anderen geben kann, ihn nicht in einen Topf mit allen anderen zu geben, sondern neutral zu begegnen. Bedenken Sie, dass auch sie in ein Klischee gepresst werden können und dankbar sind, wenn Ihnen jemand wertfrei begegnet und Ihnen die Chance bietet, sich selbst ein Bild von Ihnen zu machen.

Denn Menschen können sich ändern. Und wir können unsere Einstellung ändern.

 

#menschen #ändern #änderung #veränderung #menschenkönnensichändern

Gott und Kirche ist nicht dasselbe

Glaubst Du an Gott? Wenn man diese Frage gestellt bekommt, dann werden einige sofort ja, andere sofort nein sagen und wieder andere ‘mal überlegen müssen.

Wenn man fragt, ob man regelmäßig in die Kirche geht, dann wird eher die ältere Generation regelmäßig im Haus Gottes präsent sein.

Wenn jemand an die Musik von Lady Gaga „glaubt“, dann kauft er wahrscheinlich ihre CDs oder MP3s und geht eventuell zu ihren Konzerten.

An Gott zu glauben bedeutet nicht, im Gegenteil zu einem momentanen Star, die Bücher Gottes zu lesen oder in das Haus Gottes zu gehen. Woran kann das liegen? Einerseits will man glauben, dass es etwas gibt, das nicht zu sehen oder hören ist, aber dennoch da ist und alles um uns herum irgendwie erklärt, andererseits will man sich aber nicht mit dem Branding Gott schmücken.

Vielleicht ist es so, dass viele einen Zugang zu Gott, jedoch nicht zur Kirche haben. Bekehrung von Eingeborenen, Hexenverbrennungen und Kreuzzüge prägten im negativen Sinne das Bild der Kirche der Vergangenheit und Zölibat oder Verurteilung von Gleichgeschlechtlichkeit jenes der Jetztzeit. Manch kirchliche Ansichten wirken verstaubt, stammen aus dem vorherigen Jahrhundert und ihnen würden einer Novellierung guttun.

Wenn jemand sich als gottesfürchtig bezeichnet, ist auch zu hinterfragen, woher dieses Bild stammt, sich vor Gott fürchten zu müssen. War es nicht auch so, dass früher die Kinder Furcht vor ihren Lehrern hatten und nun jeglichen Respekt vor ihnen verloren haben. Einem das Fürchten zu lehren dürfte wohl nicht dauerhaft die optimale Lösung zu sein.

Ich habe einmal ironisch festgestellt, dass sich die Kirche Gott mehr oder minder unter den Nagel gerissen hat. Denn wenn man das Wort Gott, also die Personisierung, weglässt und stattdessen das Wort Schöpfung verwendet, stoßen sich viele nicht mehr ab, das Wunder der Erde, der Natur und des Menschen, ohne jegliche religiöse Hintergründe zu sehen.

Und wenn jemand glaubt, er hat es nicht so mit Gott, vielleicht, da in der Familie jemand fast fanatisch im Beten und Kirchenbesuchen war, dann stellt sich oft heraus, dass es nicht Gott ist, mit dem man es nicht so hat, sondern eher die Kirche.

Ich konnte selbst die Erfahrung machen, als mir eine Freundin riet die Bücher von Neale Donald Walsch „Gespräche mit Gott“ zu lesen. Ich lehnte es immer wieder ab und sagte, dass ich keine Bibel lese und auch nicht in die Kirche gehe. Doch sie blieb beharrlich und so las ich irgendwann zumindest einmal die Rezensionen auf Amazon darüber. Erstaunt über die Bewertungen bestellte ich gleich alle drei Bände und las sie ruckzuck durch.

Ja, ich hatte den Glauben an Gott, an die universelle Schöpfung, mit der Kirche verwechselt. Gegen Gott hatte ich gar nichts einzusetzen, nur die Kirche sagte mir mit ihren Steinzeitrelikten und ihrer Frauenfeindlichkeit nicht zu. Die Bücher waren wie ein Entfernen von einem Schleier, der sich über mich vor Jahren gelegt hatte.

Man sagt zwar, dass glauben nicht zu wissen hieße, aber nichts gibt so viel Hoffnung als der Glaube. Und wer an sich selbst glauben darf, kann vielleicht eines Tages seinen Glauben in sein Wissen umwandeln.

 

#gott #glaube #glaubeangott #kirche #gottesglaube #wissen #schöpfung #allmächtigkeit

Was ist Klatsch?

Aus dem Film „Glaubensfrage“ – gesprochen von Pater Brendan Flynn, gespielt von Philip Seymour Hoffman

Eine Frau klatschte mit einer Freundin über einen Mann, den sie kaum kannte. Ich weiß, niemand von Ihnen hat das je getan. In jener Nacht hatte sie einen Traum. Über ihr erschien eine große Hand und zeigte auf sie. Sofort überkamen sie die allerschlimmsten Schuldgefühle. Am nächsten Tag ging sie zur Beichte. Sie kam zu dem alten Gemeindepfarrer, Vater O‘ Rourke. Sie erzählte ihm die ganze Sache.

Ist Klatsch vielleicht eine Sünde?“ fragte sie den alten Mann. „War das die Hand Gott, des Allmächtigen, die mit dem Finger auf mich gezeigt hat? Soll ich Sie bitten, mir die Absolution zu erteilen, Vater? Sagen Sie mir, habe ich eine Sünde begannen?

Ja“ antwortete ihr Vater O‘ Rourke „ja, Du unwissendes, schlechterzogenes Frauenzimmer. Du hast falsch Zeugnis abgelegt wider deinen Nächsten. Du solltest Dich von ganzen Herzen schämen. Denn Du hast mit seinem guten Ruf Schindluder getrieben.

Die Frau sagte, dass es ihr sehr leid tue und bat dem Vater um Vergebung.

So leicht geht das nicht“ sagte Vater O‘ Rourke. „Erst gehst Du nach Hause Weib, steigst mit einem Kissen auf Dein Dach, schlitzt es mit einem Messer auf und kommst dann wieder zu mir.“

Die Frau ging also nach Hause, nahm ein Kopfkissen von ihrem Bett, holte ein Messer aus der Schublade, stieg über die Feuerleiter auf ihr Dach und schlitze das Kissen auf. Sie ging, wie angeordnet, zum alten Gemeindepfarrer zurück.

Hast Du getan, was ich Dir aufgetragen habe?“ fragte er.

Ja, Vater“.

Und was kam dabei heraus?

Federn“ antwortete sie.

Federn“ wiederholte er.

Federn; überall, Vater.“

Ich möchte, dass Du wieder zurückgehst und jede einzelne Feder, die der Wind davongetragen hat, wieder einsammelst.“

Aber“ sagte sie „das ist ganz unmöglich, sie sind in alle Winde zerstreut, ich weiß nicht, wo sie hingeflogen sind.

Und das“ sagte Vater O‘ Rourke „ist Klatsch, Weib.“

#klatsch #tratsch #getratsche #glaubensfrage #film #filmszene

 

What is gossip?

Father Brendan Flynn, played of Philip Seymour Hoffman, in the movie „Doubt“ on gossip.

A woman was gossiping with her friend about a man whom they hardly knew – I know none of you have ever done this. That night, she had a dream: a great hand appeared over her and pointed down on her. She was immediately seized with an overwhelming sense of guilt. The next day she went to confession. She got the old parish priest, Father O‘ Rourke, and she told him the whole thing.

‚Is gossiping a sin?‘ she asked the old man. ‚Was that God All Mighty’s hand pointing down at me? Should I ask for your absolution? Father, have I done something wrong?‘

‚Yes‘, Father O‘ Rourke answered her. ‚Yes, you ignorant, badly-brought-up female. You have blamed false witness on your neighbor. You played fast and loose with his reputation, and you should be heartily ashamed.‘

So, the woman said she was sorry, and asked for forgiveness.

‚Not so fast‘, says O‘ Rourke. ‚I want you to go home, take a pillow upon your roof, cut it open with a knife, and return here to me.‘

So, the woman went home: took a pillow off her bed, a knife from the drawer, went up the fire escape to her roof, and stabbed the pillow. Then she went back to the old parish priest as instructed.

‚Did you gut the pillow with a knife?‘ he says.

‚Yes, Father.‘

‚And what were the results?‘

‚Feathers‘, she said.

‚Feathers?‘ he repeated.

‚Feathers; everywhere, Father.‘

‚Now I want you to go back and gather up every last feather that flew out onto the wind.‘

‚Well‘, she said, ‚it can’t be done. I don’t know where they went. The wind took them all over.‘

‚And that‘, said Father O‘ Rourke, ‚is gossip!‘

 

#gossip #whatisgossip #doubt #movie #moviescene

Weg vom Extremismus – hin zum gesunden Mittelmaß

Leben wir nur noch in einer Welt der Extremen? Gibt es kein gesundes Mittelmaß mehr?

Diese Frage muss ich mir immer häufiger stellen. Denn egal wo man hinsieht, nur noch Extreme.

Da gibt es in der Politik zum Beispiel eine Welle an Rechtextremismus, die mit Ausländerhetze und Angstkampagnen wirbt und zum anderen einen Linksextremismus, der glaubt, dass durch das gendern von Bundeshymne und Ampelmännchen etwas Wesentliches für die Welt beigetragen wird.

Dann gibt es die Ernährungsformen, wo man sich nur noch von vorwiegend tierischen Eiweißen ernährt oder zum anderen nur noch vegan oder gar Rohkost isst.

Auch bei den Medien gibt es diejenigen, die 5-10h täglich im Internet oder vorm Fernseher verbringen oder diejenigen, die sich komplett dem allen verschließen.

Beim Sport gibt es auch welche, die sich täglich schon fast quälen, damit kein Gramm zu viel an Fett am Körper haftet oder welche die es frei nach Churchill mit „no sports“ nehmen.

Auch bei spirituellen Kreisen gibt es die Einbahnstraßen von sich zur Gänze aus der Gesellschaft auszuklinken als auch regelmäßigen Gruppentreffen mit fast sekten-ähnlichen Charakter.

Doch was ist nun das Richtige?

Natürlich nur das, das für einen individuell das Richtige ist.

Ich sehe es so, dass ein gesundes Mittelmaß oft nicht schlecht wäre.

Denn mal ehrlich, politisch haben extreme Richtungen meist zu extremen Reaktionen geführt. In der Ernährung sollte man sich auch nicht ständig alles verbieten, weniger von einem und mehr vom anderen bringen zumeist auch schon Verbesserungen. Sich komplett von den Medien zurückziehen kann man durch bewusste Selektion ersetzen, beim Sport sollte man seinem Körper auch mal eine Pause gönnen und erlauben Sie doch auch dem Geist einen spirituellen Freiraum.

Ja, das gesunde Mittelmaß eben. Von allem etwas, mit Maß und Ziel, Ausnahmen, die die Regel bestätigen, Cheat-Days und wie man immer dazu sagen möchten.

Die Waage eben in der Balance halten. Wenn sie starr ist, dann könnte sie so einrosten, zu starke Schwankungen könnten sie dauerhaft schädigen, doch kleine Bewegungen nach unten und oben bringen einen Kick. Und ab und an ist so ein Kick etwas, dass wieder einen Impuls setzt. Einen positiven Impuls.

Das gesunde Mittelmaß. Kein Extremismus.

 

#extremismus #extreme #mittelmaß #gesundesmittelmaß

GLEICHbeRECHTigung

Viele wollen GLEICHberechtigung auf allen Ebenen. Frauen, die Männern GLEICHgestellt sind, Schwarze, die Weißen GLEICHgestellt sind, Arme, die Reichen GLEICHgestellt sind.

So wird es behauptet.

Behauptet? Natürlich will jeder jedem GLEICHgestellt sein.

In der Theorie – ja. In der Praxis – nicht immer.

Wie viele Frauen behaupten, dass sie GLEICHberechtigt sein wollen. Ja, wollen. Doch dass gleiches Recht auch gleiche Pflicht bedeutet, dass will dann keine wissen.

Nehmen wir das Bespiel, dass Frauen das gleiche wie Männer verdienen wollen. Wenn man Frauen fragt, ob sie das wollen – natürlich wollen sie das. Immerhin betragen die Gehalts-/Lohnunterschiede, je nach Land, bis zu 40% für die gleiche Arbeit. Berechtigt, eine GLEICHstellung zu verlangen.

Wenn es darum geht, dass Frauen dann ihr Essen selber zahlen, wo sie doch jetzt gleich verdienen, ein klares Nein. Weil sich das so gehört. Wäre nicht treffender – gehörte – denn wenn man als Frau nun das gleiche wie der Mann verdient, dann gibt es doch keinen Grund mehr, dass der Mann einlädt, oder? Stammt dies nicht alles aus einer Zeit, wo man Frauen eben weniger verdienen ließ, aber auch wusste, dass Mann für das Gehalts-/Lohndefizit aufkam. Egal ob beim Essen, auf einen Drink oder gar bei Shoppen. Dies bedeutet nicht, dass Männer keine Manieren mehr haben müssen und Damen nicht die Türe aufhalten oder in den Mantel helfen. Lediglich das BeGLEICHen der Rechnung.

Dass bei gleichen Rechten auch gleiche Pflichten kommen, das will man nicht so gerne hören. Aber solange man die Pflichten den Rechten nicht anGLEICHt, wird es eben nie zu einer GLEICHstellung kommen.

Stellen sie sich vor, man würde behaupten, dass ein Armer dieselbe medizinische Versorgung wie ein Reicher bekommt, aber es gäbe dann doch zwei verschiedene Medikamente, zwei verschiedene Operationen, zwei verschiedene Menüs und zwei verschiedene Zimmerarten.

Kommt einem bekannt vor? Ja, es ist noch weit weg von der GLEICHbeRECHTigung, aber ebenso auch von der GleichverPFLICHTung.

In diesem Sinne, viel Recht und wenig Pflicht :-).

 

#gleich #gleichberechtig #gleichberechtigung #rechten #pflichten #recht #pflicht #gleichheit #gleichstellung

Natur

Natur erleben, inhalieren oder einfach nur bewundern.

Wie oft sind wir so mit uns selbst beschäftigt, dass wir kaum noch etwas wahrnehmen können. Das digitalisierte Zeitalter fordert oft seinen Tribut. Ständige Erreichbarkeit per Mail oder SMS, chatten oder social media.

Wenn einem der Kopf schon dröhnt, wie herrlich ist es dann nur von Natur umgeben zu sein.

War die Sonne immer schon so leuchtend? War der Himmel immer so blau? Haben die Wolken früher auch schon so tolle Gebilde erzeugt? War das Gras früher auch schon so saftig grün und hatten die Vögel immer so einen lieblichen Gesang?

Ja, wenn man permanent vom Großstadtdschungel umgeben ist, dann kann eine Fahrt in die Natur zeigen, wie mächtig sie ist und wie klein wir doch letztendlich sind.

Ein Sonnenuntergang kann Emotionen lösen, die schon lange feststeckten.

Ein paar Tropfen erfrischendes Nass eines Wasserfalls können den Geist reinigen.

Das Gezwitscher der Vögel kann einem beibringen, was bei der Kommunikation noch gelernt werden muss.

Und der Wind bringt einem bei, was losgelassen werden und wie ein Blatt vom Wind verweht werden soll.

Ja, die Natur aktiv zu erleben kann viele Erkenntnisse bringen.

Daher regelmäßig hinausgehen, die Natur mit allen Sinnen erleben, die Frischluft inhalieren oder einfach ihre Schönheit bewundern und dafür dankbar sein.

 

#natur #naturerleben #erleben #leben #firsche #frischluft #sonne #vögel #gezwitscher

Langeweile

Langeweile

Ständig ist man beschäftigt. Ist es nicht die Arbeit, dann hat man im Haushalt etwas zu tun oder Stress mit der Freizeit, egal ob Fitnesscenter oder Freunde treffen.

Es scheint, als würde der Tag mit nur 24h zu kurz berechnet worden sein. Wie soll man alles unter einen Hut bringen.

Und dann Urlaub. Womöglich in der Einschicht. Anfangs ideal um den mangelnden Schlaf nachzutanken. Dann jedoch kommt etwas wie Langeweile auf. Ohne Fernsehen und ständiger Beschallung, ist es sehr ruhig. Jeden Tag lesen ist auch irgendwann fad. Irgendwie ist alles auf Dauer fad. Und das nur, weil man vielleicht eine Woche aus der Routine des täglichen Stresses gehievt wird/wurde.

Doch nun stellen Sie sich vor, sie hätten einen Liegegips und müssten Wochen damit verbringen, nichts zu tun. Selbst wenn Sie fernsehen könnten, würde der Moment kommen, wo es einfach nur noch jeden Tag dasselbe ist und langweilt.

Oder stellen Sie sich vor, Sie würden arbeitslos. Anfangs mal all das machen, wo man lange keine Zeit dafür hatte. Doch wenn man frei hat, während alle anderen arbeiten, wird man sich auch schnell bewusst, wie viel Langeweile aufkommen kann, wenn man keine Beschäftigung hat.

Und nun stellen Sie sich vor, man müsste 10 Jahre im Gefängnis verbringen. Vielleicht sogar ganz alleine in einer Zelle. Wie verbringt man wohl seine Zeit, wenn 3 x Essen am Tag schon zu den Highlights zählt?

Der Gedanke an zu viel Zeit und der damit verbundenen Langeweile ist schier unerträglich. Kaum vorstellbar, dass es Menschen in die komplette Einsamkeit zieht, um nur mit sich zu sein. Für manche Menschen, die sich wohl zumeist freiwillig hierfür entscheiden, ein Hochgenuss. Für andere, höchstwahrscheinlich unfreiwillig in der Zeitfülle des Tages, eine Qual. Doch wie der Qual entkommen? Wie die vielen Stunden verbringen? Die Zeit totschlagen?

Gedanken, Gedanken und nochmals Gedanken. Schwierig. Sicher herausfordernd.

Doch wenn es Menschen gibt, die sich freiwillig dieser Langeweile hingeben, dann muss es doch etwas geben in dieser Langeweile. Und dies wird man wahrscheinlich nur herausfinden, wenn man sich dem Widerstand ergibt. Dann wird sich vielleicht auch die Situation ändern, da die Lektion gelernt.

Und wir wissen ja, dass ein häufiges Antreten zu einer Prüfung nichts angenehmer macht, sondern es nur hinauszögert. Doch zwischen Wissen und Tun liegen Meilen. Sonst würde es nicht so viele geben, die etwas immer wieder lernen müssen, um es wirklich zu verstehen.

Denn Langeweile dauert nur dann eine lange Weile, wenn wir wirklich zu lange verweilen.

 

#langeweile #langweilig #gedanken #mitsich #mitsichbeschäftigen #innenschau