„Tuez-moi ou prenez-moi comme cela, car je ne changerai pas.“

„Tuez-moi ou prenez-moi comme cela, car je ne changerai pas.“
Zitat Donatien-Alphonse-François, Marquis de Sade

„Tötet mich oder nehmt mich so, wie ich bin, denn ich werde mich niemals ändern.“

Soll man sich ändern? Wie oft wird einem schon als Kind beigebracht, wie man sich zu verhalten soll, wie man antworten soll, wie man leben soll. Weil es sich so gehört, weil es immer schon so war oder es der gute Anstand verlangt.

Doch warum ändern? Eine Änderung wird doch dann nur gewunschen, wenn das Umfeld mit der Eigenart einer Person nicht zurechtkommt. Doch wenn das Umfeld ein Problem mit einem hat, dann sollte doch das Umfeld daran arbeiten, oder?

Denn mal ehrlich, wenn mich etwas stört, dann habe doch ich mit etwas ein Problem. Wenn ich also eine Änderung will, dann muss doch folglich ich mich auch ändern. Dadurch sollte sich ja dann auch eine Änderung einstellen.

Zum Beispiel wenn es mich stört, dass die Schwiegermutter mich nicht als gut genug für ihren Sohn sieht und dies mich auch spüren lässt. Ich kann mich nun unendlich oft über sie ärgern und der Ärger wird auch bei mir bleiben. Wenn ich das Ärgern aber einstelle, dann bekommt sie keine weitere Aufmerksamkeit, mein Ärger wird geringer und ich werde auf Dauer eine Gleichgültigkeit ihr gegenüber bekommen. So muss sich keiner wirklich ändern, nur seine Einstellung darauf.

Ja, man sollte öfters einfach alles so nehmen und es nicht ändern wollen. Denn es reicht oft schon aus, nur einen anderen Blickwinkel einzunehmen und die Sicht auf etwas zu verändern. Denn von einer Distanz sieht alles gleich ganz anders aus.

#ändern #nichtändern #nichtsändern #bleiben #sichtreubleiben #sade #marquisdesade

 

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,Tuez-moi ou prenez-moi comme cela, car je ne changerai pas.‘
Quote Donatien-Alphonse-François, Marquis de Sade

,Kill me or take me as I am, ‘cause I’ll never change.‘

Shall we change? How often got we adduced as children how to behave, how to reply or how to live. Because it’s courtesy, because it is same as it ever was or decency demands that.

But why change? Isn’t a change only requested when the enviroment can’t manage with one’s idiosyncrasy. But when enviroment can’t manage, shouldn’t then enviroment work on it?

But honestly, if I feel bothered about something, I’m the one with the bother, right? If I want a change of something, I’m the one who has to change. As a result a change should adjust.

For example if I bother about my mother in law who lets me feel to be not good enough for her son. It can gall me endlessly but anger will remain mine. If I cease anger and she isn‘t payed no more attention, my anger will decrease and I’ll durable become insensible to her. No one has to change only it‘s attitude.

Yeah, we all should take it as it is more often without wanting or having to change. Sometimes it’s sufficiently adopting a point of view and change our view of something. Then from a distance everything looks quiet different.

#change #changenothing #nochange #stayasyouare #sade #marquisdesade

Sexe sans douleur est comme la nourriture sans saveur

„Sexe sans douleur est comme la nourriture sans saveur.
Zitat Donatien-Alphonse-François, Marquis de Sade

„Sex ohne Schmerz, ist wie Essen ohne Geschmack.“ das sagte der Marquis de Sade. Und in der Tat gibt es seit vielen Jahrzehnten eine wiederkehrende Welle des SM, die auch Einzug in Film und Buch hält.

Doch ist Schmerz und Sex tatsächlich wie Essen ohne Geschmack?

Denn was ist ein Essen ohne Geschmack? Fad. Es sättigt, aber es löst keine Freude oder Euphorie aus. Der Unterschied zwischen einer Standardküche und Nouvelle Cuisine.

Doch ist es beim Sex auch so? Ist Sex ohne Schmerz tatsächlich fad, sättigend, aber nicht euphorisierend. Ist Schmerz notwendig um Sex als Gourmetmenu wahrzunehmen?

Die immer größer werdende SM-Anhängerschaft lässt dies einem glauben. Der Markt für Fesseln, Peitschen und Co läuft. Viele probieren aus, was einem medial vorgelebt und angepriesen wird.

Doch entspricht es dann auch den eigenen Werten? Ist Zärtlichkeit out und Schmerz in? Oder lässt sich beides vereinen?

Die Frage kann man sich nur selbst beantworten.

Doch man sollte sich selbst immer treu bleiben, egal was einem vorgelebt wird, was in oder out ist. Denn kein Trend kann bestimmen, was einem gut tut bzw. gut tun soll.

#sex #schmerz #sadomaso #sade #marquisdesade

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,Sexe sans douleur est comme la nourriture sans saveur.‘
Quote Donatien-Alphonse-François, Marquis de Sade

„Sex without pain is like food without taste.“ said the Marquis de Sade. Indeed for decades S/M has been coming and going and has found its way into movies and books.

But is pain and sex actually like food without taste?

‘Cos what is food with no taste? Tasteless. Boring. It makles you full but brings no enjoyment or euphoria. Like the difference between normal food and Nouvelle Cuisine.

But is it the same with sex? Is sex without pain really boring? It makes you „full“ but not euphoric? Is pain necessary to experience sex like a gourmet menu?

The growing S/M-constituency leads to this believe. The market for bonds, whips and co is booming. Many try what media is exemplifying and praising.

But does that do justice to one’s own values? Is tenderness out and pain in? Or are both compatible?

Only you can answer these questions.

But one should stay true to oneself, no matter what is exemplified, in or out. No trend can/should determine what is good for you or should be good for you.

#sex #pain #sadomaso #sm #sandm #sade #marquisdesade

Leicht wie eine Feder

Es schwebt eine Feder sanft durch den Wind. Irgendwann kommt sie zum Liegen.

Der Blickwinkel ist nun auf die Erde gerichtet. Alles, was vorher klein und fern war, ist nun groß, nahe und deutlich zu erkennen.

Doch dann kommt schon ein Windstoß und wirbelt die Feder wieder in die Lüfte. Der blaue Himmel, die Sonne kommen näher. Der Blick ist geweitet, ein größeres Spektrum wahrnehmbar. Was vorher am Boden riesig wirkte, ist nun klein wie eine Ameise. Je weiter es noch oben geht, desto mehr ist vom Ganzen zu sehen, jedoch in einer Miniaturform.

Er als sich der Wind wieder legt und die Feder wieder erdwärts taumelt, lässt sich Manches klarer erkennen.

Beides hat seine Qualitäten, der Überblick als auch das Detail. Beides ist sinnvoll und notwendig.

Daher sei leicht wie eine Feder und lass Dich treiben und fallen.

#feder #schweben #leicht #leichtsein #treibenlassen

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Light like a feather

A feather is flying softly in the wind. At one point it comes to lie.

The perspective is now turned towards earth. Everything, before small and far, now big, close and clearly to recognise.

But then a gust comes and whirls the feather up in the air again. The blue sky, the sun is coming closer. The view is widend, a bigger spectrum is noticeable. Those, beforehand appearing enormous at the bottom, now tiny like an ant. The further up it goes, the more it sees of the whole but only in miniature form.

Only when the wind has calmed down and the feather is tumbling towards earth again, much can be recognised more clearly.

Both has its qualities, the overview as well as the detail.  Both are useful or even necessary.

Therefore be light like a feather and allow yourself to drift and fall.

#feather #light #lightasafeather #floating #lettingfall

„Der Lebenskünstler und der Feinschmecker wissen, daß man ein Schwein sein muß, um Trüffeln zu finden.“

„Que seuls les hédonistes et dégustateurs savent qu’il faut être un cochon pour trouver les truffes.
Zitat Donatien-Alphonse-François, Marquis de Sade

„Der Lebenskünstler und der Feinschmecker wissen, daß man ein Schwein sein muß, um Trüffeln zu finden.“

Muss man ein Schwein sein, um an die Trüffeln zu kommen?

Ein Schwein sein, um erfolgreich zu sein? Über Leichen gehen, um nach oben zu gelangen?

Männer sind Schweine, sangen die Ärzte. Ein Schwein sein zum anderen Geschlecht? Lieber betrügen als betrogen werden? Fressen oder gefressen werden?

Ein Schwein sein punkto Manieren? Frei nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert, so soll es angeblich sowohl Wilhelm Busch und auch Bert Brecht gesagt haben.

In gewisser Weise werden die Menschen, die sich wie ein Schwein verhalten, ja einerseits verachtet, aber andererseits ja auch sehr beneidet, dass sie sich nicht um andere kümmern und nur auf sich selbst schauen. Nur ihr eigenes Glück steht im Vordergrund – zuerst ich und erst dann die anderen. Ein bisschen Egoismus schadet ja nicht, aber wie bei fast allem, auf das gesunde Mittelmaß kommt es an.

Also manchmal ruhig ein Schwein sein und es dann wieder bewusst lassen. Denn wer täglich Trüffeln konsumiert, wird ihnen irgendwann mal Überdruss.

#lebenskünstler #schwein #trüffeln #sade #marquisdesade

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‚Que seuls les hédonistes et dégustateurs savent qu’il faut être un cochon pour trouver les truffes.‘
Quote Donatien-Alphonse-François, Marquis de Sade

‚The hedonist and the gourmet know that You need to be a pig to find the truffles.‘

Must one be a pig to find the truffles?

Must one be a pig to be successful? To stop at nothing and to sell one’s own grandmother in ordert o climb the career ladder?

‚Men are pigs‘, sang the German rockband ‚Die Ärzte‘. A pig which treats the opposite gender badly? Better to cheat than to get cheated on? Eat or be eaten?

Be a pig when it comes to manners? According to the motto: You live freely if you haven’t got reputation to lose, like Wilhelm Busch (German poet and artist) and Bert Brecht (German dramatist and lyricist) once said.

In some ways humans who act like a pig are on the one hand despised but on the other hand highly envied, because they don’t care about others and just look after themselves. Only their own fortune in the foreground – I first and than the others. A little egoism does not harm, but like everywhere – a healthy compromise, the right balance, is appropriate.

So, it’s ok to sometimes be a pig and to let it go consciously afterwards again. Because daily consuming truffles will soon make you bored of them.

#hedonist #pig #truffles #sade #marquisdesade

Ich sehnte mich nach … und gab mich mit …. zufrieden

Ich sehnte mich nach Liebe, Nähe und Zärtlichkeit und gab mich mit Sex zufrieden, um wieder etwas zu spüren.

Ich sehnte mich nach Gesprächen, Gehör und Verständnis und gab ich mit Streit zufrieden, um eine Konversation zu führen.

Wie oft sehne ich mich nach etwas, dass dann mit etwas komplett anderem zufriedengestellt wird.

Die Sehnsucht blieb, die Befriedigung blieb aus.

#sehnen #sehnsucht #nähe #zärtlichkeit #sex #zufriedengeben

 

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I yearned for … and settled for …

I yearned for love, closeness and tenderness and instead settled for sex just to feel something.

I yearned for talking to someone, to being heard and understanding and settled for fighting just to have a conversation.

How often am I yearning for something where I end up settling for something completely different.

Yearning still always remains because it has never been properly satisfied.

#yearning #tenderness #sex #satifaction #nosatisfaction

Ein Stück vom Herzen rausreißen …

Nimm ein weiteres Stück von meinem Herzen, Baby!

Oh, oh, brich es!

Brich ein weiteres kleines Bisschen meines Herzens jetzt, Darling, yeah, yeah, yeah!

So schrie sich Janis Joplin ihren Herzschmerz aus der Seele.

Doch anscheinend lassen wir uns lieber ein Stück Herz rausreißen, anstatt gar nichts im Herzen zu fühlen.

Lieber Schmerzen und Trauer, als gar keine Emotion.

Der Mensch, zumindest der Großteil davon, ist nicht dazu gemacht, ganz alleine zu sein, daher nimmt er all den Schmerz hin, nur um zu fühlen, dass er am Leben ist.

Denn welchen Sinn hätte das Leben, wenn wir nichts fühlen würden?

Wir wären funktionale Roboter.

#herz #herzschmerz #leben #fühlen #gefühl

 

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To tear out a piece of heart …

Take another little piece of my heart now, baby!

Oh, oh, break it!

Break another little bit of my heart now, darling, yeah, yeah, yeah!

That’s how Janis Joplin shouted her heartache out of her soul.

But it seems that we prefer that someone tears out a piece of our heart to not feeling anything at all.

Better pain and grief than no emotions.

Humans, the majority at least, are not made to be all alone and that’s the reason they prefer pain just to feel alive.

What sense would life have without feeling anything?

We’d just be functional robots.

#heart #heartache #breakanotherlittlebitofmyheart #janis

Wenn der Chef schreit und ich nur lächeln würde…

Eine reale Situation, wie sie viele kennen, mit einem fiktiven anderen Um- als auch Ausgang

Er schreit herum wie ein Irrer.

Ich: „Wichser“

Er: „Wie bitte?“

Ich, verschmitzt lächelnd: „Ups, habe ich das etwa laut gesagt? War mir gar nicht bewusst“

Er, wütend, mit rotem Gesicht: „Lange schaue ich mir das nicht mehr an!“

Ich, schelmisch: „Ach, jetzt bin ich aber echt erleichtert. Ich wollte auch schon vorschlagen, dass wir nicht nur schauen, sondern auch ‚was tun sollten.“

Er, schäumt förmlich: „Es reicht langsam!“

Ich, die Hände aufs Herz gelegt, lächelnd: „Danke, danke, danke! Ich bin so froh, dass ich das endlich erreicht habe.“

Er, fassungslos: „Dies ist eine absolut ernste Situation!“

Ich, süffisant: „Genau deshalb sollten wir etwas Spaß hineinbringen und alles etwas lockerer angehen.“

Er, feuerroter Kopf: „Aus!!!“

Ich, amüsiert: „Sehr gut. Ich wollte gerade eine kleine Pause vorschlagen.“

Er, kurz vorm Explodieren: „Dies wird Konsequenzen haben, das garantiere ich Ihnen!“

Ich, albern: „Da bin ich aber froh. Denn ohne Konsequenzen wäre doch alles ausgangslos.“

Er, die Augen herausgequollen: „Raus!!!“

Ich, frivol: „Gerne.“

Er, ein Blick des Tötens: „Wie sprechen uns noch unter vier Augen.“

Ich, dankbar: „Ich wusste, dass sie mich befördern wollten – wie aufregend!“

Er, schon etwas cholerisch: „Jetzt habe ich aber genug!“

Ich, erfreut: „Wie schön, ich glaubte schon, dass sie nie genug bekommen.“

Er, nahe am Herzinfarkt: „Das war Ihr letztes Mal!“

Ich, den Blick gegen Himmel, dankend: „Toll! Dann beginnt wieder etwas Neues.“

Er, verwirrt: „Ich bin sprachlos.“

Ich, ihm auf die Schulter klopfend: „Es freut mich, wenn mir das gelungen ist. In der Stille ist ja so viel Kraft.“

Er, mürrisch: „Ich will nicht mehr.“

Ich, verständnisvoll: „Das verstehe ich gut. Ich will nämlich auch nicht mehr.“

Er, stöhnend: „Ich weiß nicht, auf welchen Drogen Sie sind, aber hören Sie damit auf!“

Ich, nachdenklich: „Ich muss Sie enttäuschen, die Droge heißt ‚Wahrheit‘ und bringt Glück und Freude. Damit kann ich leider nicht aufhören.“

Er, die Hände vorm Gesicht, leicht weinerlich: „Ich kann nicht mehr.“

Ich, mich leicht zu ihm gebeugt: „Ich weiß. Sie sollten auch ein paar Drogen ‚Wahrheit‘ konsumieren. Wird Ihnen sicher gefallen. Danach wird man richtig süchtig.“

Ich verlasse den Raum.

#chef #schreien #lächeln #gleichgültigkeit #wahrheit

 

When the boss is shouting and I just smile…

A real life situation as many might know but where the employee who gets shouted at handles the situation differently for once and the episode therfore has a completely different outcome.

He, shouting like a madman.

Me: „Wanker“

He: „Sorry?!“

Me, smiling cheekily: „Oops, did I say that out loud? I wasn’t aware of it.“

He, angry, his face red: „I won‘t put up with that any longer!“

Me, mischievously: „Ah, I’m really relieved now. I already wanted to suggest that we don‘t just TALK but DO something.“

He, foaming with rage: „It’s enough!“

Me, putting my hands on my heart, smiling: „Thanks, thanks, thanks! I’m so happy that I’ve finally achieved this.“

He, stunned: „This is absolutely serious!“

Me, smirking: „Yeah that’s exactly why we should loosen up a bit.“

He, his head flaming red: „Stop it!!!“

Me, amused: „Very good. I just wanted to suggest a small break.“

He, close to exploding: „I guarantee you – This will have consequences!“

Me, giggling: „I am really pleased about this because everything would be pointless without consequences.“

He, his eyes bulging: „Get out!!!“

Me, frivolously: „With pleasure.“

He, with a killing glare on his face: „We shall talk in private.“

Me, grateful: „I knew that I’d get a promotion – how exciting!“

He, already a little choleric : „Enough already!“

Me, delighted: „That’s great – I thought you’d never get enough.“

He, close to a heart attack: „That was your last time!“

Me, looking up thankfully: „Fantastic! Something new will beginn.“

He, confused: „I‘m speechless.“

Me, gently padding his back: „I’m happy that I‘ve achieved this. There is so much strenght in calmness.“

He, grumpy: „I can’t go on any longer.“

Me, understandingly: „I am with you. I can‘t go, either.“

He, moaning: „I don‘t know what kind of drugs you’re on – but stop it!“

Me, reflectively: „I’m afraid I must disappoint you. The drug is called ‚truth‘ and it brings happiness and joy – that’s something I can’t stop.“

He, burying his face in his hands, slightly whiningly: „I can’t do this any longer.“

Me, bending over to him: „I know. You should take some ‚truth‘-drugs. I’m sure You’ll like it. It‘s addictive.“

I leave the room.

#boss #shouting #smiling #smile #truth

Die Liebe erleben

Ich wünschte, ich könnte eines Tages die Liebe erleben.

Wie oft hört man davon, wie oft liest man davon.

Doch was ist das alles wert, wenn man es nicht selbst erlebt, nicht selbst mal fühlt?

Was ist eigentlich Liebe?

Ein unglaubliches Gefühl der Verbundenheit? Eine Bindung, die vorhanden ist, ohne sichtbar zu sein, ein durchsichtiger Faden, der einen verbindet, wie eine Nabelschnur das Kind mit der Mutter?

Eine Vertrautheit, ein Sehnen?

Was ist die Liebe?

Ich würde sie so gerne erleben, fühlen, spüren.

Die Hoffnung, dass mir Fortuna gnädig sein wird, dass ich die Liebe erleben darf.

Ja, ich wünsche mir Liebe. Liebe zu bekommen, Liebe zu geben.

Alles dreht sich um die Liebe. Wie glücklich der doch sein darf, der die Liebe erleben darf.

Ob das Glück auch mir bestimmt?

 

#dieliebeerleben #liebe #leben #erleben #hoffnung #fortuna

Zu-Fall

Ja, das stammt von Zufallen, also, dass einem etwas zufällt. Wenn einem etwas zufällt, ob es einem gefällt oder nicht, dann soll es einem etwas zeigen. Wer dies nicht erkennt, dem wird es immer wieder zufallen, solange, bis es erkannt ist.

Es fallen einem Menschen zu, die etwas bei einem auslösen sollen.

Es fallen einem Artikel in Zeitungen, Facebook oder sonst wo zu.

Ständig fällt einem etwas zu, wenn man offen ist und offen durchs Leben geht. Denn wer die Augen verschließt, wird den Zufall nicht erkennen. Der kann das Geschenk, das einem geboten wird, nicht annehmen. Ja, Geschenk. Es ist immer ein Geschenk. Manchmal gefällt uns die Verpackung nicht. Aber es ist ein Geschenk.

Je weiter wir unsere Augen und unser Herz öffnen, desto mehr Zufälle bekommen wir. Chancen. Ja, Chancen, die sich bieten, um daraus zu lernen. Sich weiterzuentwickeln. Um zu wachsen.

Wenn wir dann noch aussprechen, was der Zufall in einem bewirkt hat, dann kann auch noch jemand Weiteres wachsen oder besser gesagt, es bekommt jemand Weiteres die Chance auf Wachstum, sofern derjenige das Geschenk als eines erkennt, es annimmt und auspackt.

Nichts geschieht umsonst. Alles hat seinen Sinn. Wer dies zu erkennen mag, besitzt einen unglaublichen Reichtum. Wer dies annehmen kann, wird mit den „unschönen“ Zufällen und Geschenken besser umgehen können. Dadurch wird es leichter. Nicht einfach, aber leichter.

Sich darin zu üben, die Geschenke des Lebens zu erkennen und anzunehmen, darin übe ich mich seit vielen Jahren. Manchmal bin ich darin besser, manchmal darin ganz schlecht.

Aber sich damit auseinanderzusetzen, gibt einem die Chance, den Blickwinkel zu ändern, seine Sichtweise mal zu überdenken.

Eines Tages werde ich vielleicht zurückblicken und sagen können „Danke, es war sehr schön. Danke, dass mir so viel zugefallen ist.“

 

#zufall #zufallen #danken #sinn #grund #alleshateinensinn

Bindung oder Freiheit

Viele wollen beides, doch das ist oft schwierig. Es ist wie Nähe und Ferne, gleichzeitig nicht möglich. Doch durch die Ferne kann sich ein Wunsch nach Nähe entwickeln, als auch durch die Nähe ein Drang nach Ferne.

Was tun?

Wenn man jemanden trifft, der dieselben Vorstellungen hat, dann wird es wahrscheinlich möglich sein, dass man miteinander Nähe erlebt, aber dann auch wieder die Ferne. Wochenendbeziehungen sind ein klassisches Beispiel hierfür. Sie können lange gut gehen. Solange, bis einer einen Wunsch nach mehr hat und der andere nicht.

Wenn man viele Angebote hat, aus welchen Grund auch immer, dann ist die Versuchung groß, dass man keine Bindung möchte, da man entdeckt, dass so viele süße Früchte da sind, die alle noch nicht gekostet wurden. Verständlich, dass man gerne jedes Angebot nutzen möchte, dass sich mit all seinen Reizen präsentiert. Doch wird man nicht auch irgendwann der Süße Überdruss und will mal wieder etwas Bekanntes verzehren, das man kennt?

Und was, wenn irgendetwas dazu führt, dass plötzlich sich ein Lebensumstand ändert und die Früchtchen doch nur genossen und vernascht werden wollten, jedoch am Feinspitz selbst kein wahres Interesse hätten?

Was, wenn der Feinspitz sich den Magen verdorben hat, krank wird oder einfach das Rad der Zeit an ihm gedreht hat, wollen die Früchte dann immer noch von ihm vernascht werden, wollen sie auch den Menschen dahinter oder nur die Fassade?

So schön und verlockend das Angebot auch sein mag, vielleicht sollte man sich auch fragen, was im Tiefsten des Herzens wirklich sein will und dies, unabhängig von Angebot und Nachfrage, sich bewusst werden und auch zu leben.

Denn wenn man nur noch Süßes bekommt, dann kann der Wunsch nach Salz schier unbegreiflich werden. Das Salz des Lebens. Das Salz der Nähe und Vertrautheit.

 

#bindung #freiheit #getrenntheit #trennung #beziehung #ziehen #aneinanderziehen #vertrautheit #vertrauen #treue #untreue