Alltag

Wer kennt das nicht, jeden Tag derselbe Trott.

Aufstehen, Frühstücken, in die Arbeit, Sport machen, Fernsehen oder Lesen und dann ins Bett, damit morgen alles genauso wieder abläuft. Die tägliche Routine, die einerseits den Stress eliminiert, aber andererseits auch den Spaß, die Herausforderung, die Freude beim Neuen.

Täglich alles neu würde uns sicher überfordern. Ein Leben im Ungewissen. Es hört sich zwar reizvoll an, wäre wahrscheinlich jedoch zu fordernd. Stellen Sie sich vor, Sie wüssten nicht, ob ihr Haus morgen noch steht, morgen Essen vorhanden ist, die Straße noch befahrbar ist. Eher beängstigend.

Nicht zu wissen, wie die Arbeit abläuft, nicht zu wissen, was es für ein außergewöhnliches Essen diesmal in der Kantine gibt, nicht zu wissen wie einem der Partner entgegentritt, eher spannend.

Wenn etwas also zwischen beängstigend und spannend ist, dann wäre es ein schöner Bruch mit dem Alltag. Veränderung, jedoch keine Ungewissheit. Oftmals bringt der Alltag nämlich einerseits Sicherheit, andererseits aber auch Langeweile. Die Routine. Der Schamane sagte einst, dass die Routine der größte Gegner/Feind der Liebe ist.

Ja, einerseits ist das gewohnte Umfeld ein Sicherheitsfaktor, andererseits bringt der Langeweile und die führt oft zum Ausbruch aus dem gewohnten Umfeld. Der Reiz des Neuen, des Anderen, des noch zu Erkundenden.

Den Alltag mal durchbrechen, die Routine nicht zu sehr das Leben bestimmen lassen. Das wäre doch eine tolle Herausforderung.

Mal das Essen am Boden genießen, anstatt den Esstisch zu verwenden, mal Sex nicht im Bett haben, mal die Haare anders tragen, mal einen andere Duft probieren, mal einen komplett anderen Kleidungs-Stil anziehen, mal Freunde treffen, die man seit Jahren nicht mehr gesehen hat und Vieles, Vieles mehr.

Einfach wieder den Alltag durchbrechen, die Routine hinten anstellen, etwas Verrücktes machen und Spaß und Freude ins Leben holen. Damit der All-Tag nicht alle Tage gleich ist.

 

#alltag #trott #routine

Die Erleuchteten

Kennen Sie das, dass Sie sich weiterentwickeln wollen, sprich spirituell wachsen. Sie lesen aufgrund dessen viel, besuchen Seminare und Kurse und auf der Suche begegnet Ihnen immer mehr. So viel, dass es eine schier unendliche Suche zu sein scheint. Denn der Weg hat kein Ende.

So weit so gut.

Doch während man sich mit seiner Seele auseinandersetzt, zu meditieren beginnt und auch die Ernährung komplett umstellt, kommen einem Menschen unter, die erleuchtet scheinen. Menschen, die denselben Weg zuvor schon gingen. Menschen, die Ihnen bei Ihrer Suche behilflich sein können. Menschen, die all Ihre Fragen kennen und auch beantworten können.

So weit so gut.

Doch je mehr man in die Tiefe geht, je mehr die Euphorie zunimmt, umso mehr wird man eines Tages feststellen, dass viele der angeblich Erleuchteten, gar nicht so erleuchtet sind. Dass die Erleuchteten sich hervorragend im Geschäftswesen auskennen. Nicht, dass es Ihnen nicht zustehen würde, aber ist es nicht oft merkwürdig, wie oft von der schlechten Macht des Geldes gesprochen wird und zeitgleich das Schlechte zu Haufen für jene Erkenntnis genommen wird. Und ist es nicht merkwürdig, dass es auch nur einen Weg gibt und allen anderen Wege falsch sind. Und ist es nicht merkwürdig, dass man gar nicht will, dass man seine eigenen Erkenntnisse gewinnt und gar einbringt.

Nein, bei den Erleuchteten herrscht zum Teil ein sehr strenges Regime. Und wehe dem, der nicht gehorsam ist. Ist doch der Weg vom Erleuchteten bereits gegangen worden und gibt es doch keinen Bedarf irgendetwas in Frage zu stellen.

Doch nun frage ich Sie, kann jemand denn wirklich erleuchtet sein, wenn er andere davon abhält, seinen eigenen Weg zu gehen, seine eigene Erfahrung zu machen, seine eigene Erleuchtung zu finden?

Ist Erleuchtung nicht auch nur eine Erkenntnis, die momentan und individuell zutrifft? Die ständig auf ihre Wahrheit überprüft werden muss? Denn würde es nur eine Wahrheit geben, dann müssten wir doch alle nicht mehr suchen. Dann wäre doch alles geklärt.

Aber es gab Tage im Zeitalter der Erde, wo man die Erde für eine Scheibe hielt und wo das geozentrische Weltbild anerkannt war. Und neue Erkenntnisse brachten Abänderungen der vorherigen Meinungen.

Warum sollen also auch nicht im Spirituellen immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen werden? Und warum soll man dann nicht einen neuen Weg beschreiten? Vielleicht sogar ganz alleine, als Allererster, ohne einen Erleuchteten, der alle Wege schon gegangen ist.

Denn manchmal sind es die Erleuchteten, deren Licht schon erloschen ist und es Zeit wird, dass man selbst seinem Licht folgt. Dem eigenen Licht. Seiner eigenen Erleuchtung. Seinem eigenen Weg.

 

#erleuchtung #erleuchtet #erleuchtete #pseudoerleuchtet #spirituell #spirituelle #spiritualität #pseudospirituell

Innere Unruhe

Innere Unruhe

Kennen Sie das, wenn Sie total unruhig sind? So ein Gefühl, dass vom Bauch aufwärts steigt. Wie eine Schlange, die sich nach oben schlängelt und dann einem das Gefühl gibt, dass die Luft knapper wird.

Ja, diese innere Unruhe.

Die Ursachen können mannigfaltig sein. Ist es die Unzufriedenheit mit der Partnerschaft, dem Job, dem Wohnort oder was auch immer. Es ist nicht so, wie es zu sein hat. Und das weiß man. Doch eine Lösung ist nicht in unmittelbarer Nähe. Und das verursacht eine extreme innere Unruhe. Als würde der Sand durch die Sanduhr fließen und das letzte Sandkorn ist schon absehbar. Doch es lässt sich nicht verhindern. Keine Lösung in Sicht.

Der ganze Körper reagiert. Als würde man krank. Hitze, die im Körper aufsteigt, Nervosität, die sich ausbreitet, vielleicht sogar Durchfall oder Nägel beißen. So etwas kennt man vor der Matura oder einer Steuerprüfung. Und erst, wenn es vorbei ist, dann kann wieder die Ruhe in den Körper kehren, die Batterie wieder aufgeladen werden und jeder Muskel entspannen.

Möglicherweise könnte etwas Ruhe die innere Unruhe reduzieren. Möglicherweise könnte etwas Ruhe Inspiration bringen, um der inneren Unruhe wieder Herr zu werden. Möglicherweise steckt die Kraft tatsächlich in der Ruhe. Im Nichts. Im Innehalten. Im in-sich-kehren. Im mit-sich-alleine-beschäftigen. Im Zentrieren und Meditieren.

Daher bei innerer Unruhe mal tief durchatmen, die Augen schließen, die Gedanken verfliegen lassen, sich entspannen. Dann kommt bestimmt der Moment, wo die Unruhe weniger wird, der Kopf wieder frei wird, Kreativität zurückkehrt und die Lösung für die Probleme bietet.

Denn wie sagte der Schamane zu uns „Ich habe viele Probleme, aber kein Problem damit“.

 

#unruhe #innereunruhe #probleme #unzufriedenheit

Zeit

Wie viel dreht sich ständig um die Zeit.

„Ich hab keine/nicht viel Zeit“ oder „Zurzeit ist es ganz schlecht“ etc.

Kennen wir doch alle.

Zeit wurde in unserer schnelllebigen Welt Mangelware und somit ist sie im Wert unglaublich gestiegen.

Ein Vater, der rund um die Uhr arbeitet, schenkt seinen Sohn nicht irgendetwas, das man kaufen kann, sondern schenkt ihm seine Zeit.

Unbezahlbar.

Zum anderen gibt es Menschen, die nichts mit der Zeit mehr anzufangen wissen. Dauernde Langeweile. Unendlich viel Zeit.

Nichtstun kann zeigen, wie viel Zeit oft zur Verfügung steht, von der man gar nichts wusste.

Wer permanent beschäftigt ist und nicht mehr abschalten kann, wird feststellen, wie lange eine Minute dauern kann, ganz abzusehen von Stunden oder gar Tagen.

Nehmen Sie sich einmal die Zeit, eine Stunde nichts zu tun. Nur sitzen und nichts tun. Kein Handy, Zeitung oder Sonstiges, das Ihre Zeit beanspruchen könnte.

Könnte unerträglich werden. Zumindest anfangs. Ungewohnt.

Fragen, wie „Darf ich mir es erlauben, mal nichts, rein gar nichts, zu tun“ könnten aufkommen. Man muss ja funktionieren.

Aber müssen wir das wirklich? Rund um die Uhr?

Probieren Sie es einfach mal aus. Nichtstun. Für eine Stunde. Einmal die Woche.

Man sagt, im Nichts ist Alles. Das würde die eine Stunde einmal pro Woche doch rechtfertigen, oder?

 

#zeit #keinezeit #ichhabekeinezeit #zeitnehmen #auszeit

Veränderung

Wenn das Alte gehen darf und dem Neunen Platz macht.

So einfach?

Ja, so einfach.

Egal ob sich ein Partner verabschiedet, der Job ausgedient hat oder die Freunde, Veränderung heißt immer, dass etwas Neues kommt. Damit das Neue sich auch platzieren kann, muss natürlich das Vorherige weichen.

Alles Neue ist immer interessant und man ist neugierig und kann gar nicht genug davon bekommen.

Denken Sie an den neu kennengelernten Partner. Man kennt sich noch nicht, ist aber schon neugierig auf jedes weiteres Treffen, jedes neue Detail, dass man kennen und erleben darf.

Oder ein neuer Job. Neue Kollegen, ein neues Umfeld, neue Kunden. Spannung pur.

Warum sind dann Veränderungen nicht immer beliebt?

Tja, meist sind wir in einer gewohnten Umgebung, in einer Komfortzone. Die zu verlassen bedarf es enormer Kraft. Man wird wie von einem Magneten festgehalten und kann sich nur schwer der Anziehungskraft des Alten, Gewohnten entziehen. Und Neues heißt eben, dass das Alte gehen muss oder auch darf. So wie wenn man das alte Lieblingskleidungsstück entsorgen muss. Wo doch so viele Erinnerungen daran hängen. Und dann einfach weg damit für etwas Neues, dass noch keine Geschichte zu erzählen hat?

Die Geschichte kann neu geschrieben werden, anders geschrieben werden, die Akteure ausgetauscht werden. Diese Optionen sollte man im Hinterkopf haben. Veränderung bedeutet, dass eine Änderung stattfindet. Und diese Änderung lässt eben das Alte, das Vergangene dort zurück, wo es seinen Platz hat. In der Vergangenheit. In jener Zeit, die bereits geschehen ist und die unabänderbar ist.

Das Neue, das Jetzige bzw. Zukünftige, ist noch nicht geschrieben, hat noch nicht stattgefunden. Das macht es einerseits so reizvoll, andererseits auch so furchterregend.

Doch so wie wir die Vergangenheit nicht abändern können, sollten wir das Jetzt bzw. die Zukunft mit offenen Herzen einladen und begrüßen. Die Veränderung willkommen heißen.

So einfach.

 

#veränderung #verändern #alt #neu #komfortzone

Die Vergänglichkeit der Jugend

Ist sie zum Aufhalten? Können Faltencremes, Botox und Hyaluronsäure die Jugend erhalten oder sie doch nur überdecken?

Was ist überhaupt Jugend?

„Unter Jugend versteht man in der westeuropäischen Kultur und der deutschen Strafmündigkeit die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein, also etwa die Spanne zwischen dem 13. und 21. Lebensjahr“ sagt Wikipedia dazu.

Doch diejenigen, die der Vergänglichkeit der Jugend hinterhertrauern, wollen zumeist keine Teenager mehr sein. Es geht um das jugendliche, faltenfrei Lächeln, die pure Lebensfreude, die Spontanität, die Wunschlosigkeit. Einfach den Moment zu leben, ohne an das Morgen zu denken. Die körperliche Uneingeschränktheit. Nach einer langen durchzechten Nacht aufzustehen, als hätte es nie ein Schlafdefizit gegeben. Spaß ohne Ende, als wäre das ganze Leben eine große Party. Der Körper, der einem jede Sünde noch verzeiht, egal ob Alkohol oder Süßes. Einen Tag etwas weniger essen und 1 Kilogramm herunter. Die Augen, die noch leuchten, wenn man überrascht ist. Der Duft der Jugend. Das alles.

Doch können rein äußerlich vorgenommene Anti-Aging-Produkte dies alles geben?

Wohl kaum. Sie können einem optisch jugendlicher aussehen lassen. Doch die Jugend besteht eben halt nicht nur aus einem faltenfreien Gesicht. Was hilft schon ein Facelift, wenn der Körper doch 70 Jahre alt ist. Der Blick in den Spiegel mag etwas anderes sagen als der Weg über die Treppen hinauf. Was hilft es jung auszusehen, wenn man dann doch keine spontane Action mehr hat.

Sollten wir nicht lieber, anstatt nur die äußeren Jugendhaftigkeit zu pflegen, auch die innere Jugendhaftigkeit unterstützen? Die pure Lebensfreude wieder in unserem Körper gerne wohnen lassen. Mal ganz spontan etwas unternehmen, was wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr getan haben. Einfach wieder mal blöd sein, ohne sich Gedanken zu machen, was denn die anderen über einen denken könnten.

Wäre dann das äußere Jugendliche nicht viel mehr mit dem Inneren im Gleichklang?

Würde das innere Jugendliche nicht viel mehr das äußere Jugendliche mitziehen?

Würden wir dann nicht das Gefühl haben, das die Jugend gar nicht vergänglich ist?

Müssten wir nicht einfach wieder richtig zum Leben anfangen, um uns jung zu fühlen?

 

#vergänglichkeit #jugend #vergänglichkeitderjugend #altern #alter

Der Reiz des Verbotenen

Kennen Sie das, wenn man die größte Lust hätte, etwas zu tun, was einem verboten wurde? Z.B. als kleines Kind. Wenn es hieße, man darf dort nicht reingehen, man darf das nicht essen oder trinken, war es dann nicht gerade das Reizvollste, genau das zu tun, dass man eigentlich nicht machen sollte?

Und ist es als Erwachsener nicht genauso? Das Nicht-Einhalten von Geschwindigkeitsbeschränkungen, noch bei gelb über die Ampel fahren oder gar von einem Glas mehr, wenn man eigentlich noch fahren sollte.

Aber auch das Essen von Speisen, von denen man genau weiß, dass sie einem nicht guttun. Das Schauen von Filmen, die eigentlich verpönt sind oder Sonstigem, das uns als Verboten eingebläut wurde.

Auch bei der Treue zum Partner haben wir ja mitbekommen, dass man nicht betrügt und treu ist. Und ist es nicht merkwürdig, dass man genau dann die meisten Bekanntschaften mit interessanten Menschen macht, wenn man doch gerade mit jemandem zusammengekommen ist. Als würde man auf die Probe gestellt werden. Nur nicht jemanden anderen anschauen, man ist ja gerade glücklich. Ist es das Verbotene, das einem jetzt gerade so reizt oder strahlt man etwas anderes aus, wenn man glücklich ist und das wirkt plötzlich auf jedermann so anziehend?

Ist es nur der Reiz etwas zu tun, das nicht erlaubt ist oder doch die reine Lust beim Tun selbst? Und wer bestimmt darüber, was getan werden darf und was nicht? Und müssen wir ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir uns dem Reiz des Verbotenen hingegeben haben?

Sind es nicht die Glaubensätze, egal ob im kleinen oder großen Umfeld, die einem sagen, was man nicht zu tun hat und bleiben zu lassen hat? Und entsprechen diese Glaubenssätze denn auch den unseren?

Keine Frage, das Töten verboten ist und auch nicht gelebt werden sollte, doch wie sieht es aus, mit dem Verlangen nach dem anderen Geschlecht? Speziell, wenn man gerade vergeben ist? Viele leben sowieso nach ihren eigenen Motto, ohne Rücksicht auf Verluste, aber was ist mit jenen, die sich aufgrund von „das gehört sich nicht“ Lüste nicht eingestanden oder entsagten? Würde ein sich Hingeben mit einer Überhäufung von Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen enden? Und woher kämen dies dann? Aus den Überzeugungen der anderen oder der eigenen? Sollte man ernsthafte Begierden unterdrücken? Oder sollte man sie leben und herausfinden, was denn die eigenen Überzeugungen sind? Zumindest einmal?

Oder sollte man es beim Reiz der Vorstellung lassen und das Verbotene verboten sein lassen?

 

#derreizdesverbotenen #reiz #verboten #verbotenes #vorstellung #vorstellen

Reduktion

Sich zu reduzieren kann in vielerlei Hinsicht von Vorteil sein. Wenn man z.B. weniger isst oder weniger fernseht oder weniger Zeit mit Menschen verbringt, die einem nicht gut tun.

Wir leben in einer Welt des Überschusses. Beim Essen sind die Folgen davon schnell zu erkennen – Übergewicht. Nicht nur zu viel, sondern auch das falsche in Kombination mit zu wenig Bewegung. Hier kann ein Reduzieren oder Umstellen von Vorteil sein. Oft geht es in eine sehr einseitige Richtung wie nur noch vegan oder sogar nur noch Rohkost.

Bewegung kann aber auch ausarten. Täglich Sport bis zum Umfallen, sich trimmen wie ein Profisportler und ja keine Ausrutscher erlauben. Es muss jeden Tag bis zum Gehtnichtmehr trainiert werden, kein Gramm zu viel an Fett darf den Körper bedecken.

Beim medialen Konsum merkt man es nicht gleich an der Optik, aber viele Jugendlich starren nur noch in den Fernseher, ins Handy oder auf ein Computerspiel. Wenn sie sich dann wo befinden, wo kein Empfang ist und der mediale Konsum nicht möglich ist, dann starren sie ins Leere. Die Leere hat sich ja auch in ihnen ausgebreitet.

Aber nicht nur Jugendliche sind dem medialen Dauerangebot verfallen. Der Blick in die Klotze ist einfach und verhindert nachzudenken, sich anderem hinzugeben oder mit jemandem das Gespräch zu suchen.

Auch die Flut an Informationen, egal durch Fernsehen, Radio oder Internet können sich bemerkbar machen. Die Gespräche konzentrieren sich dann auf die neuesten Meldungen von der Politik, Lokalgeschehnissen und Promi-Tratsch. Doch mal ehrlich, ist ein weiterer Geköpfter, ein weiterer tödlich Verunglückter oder die neueste Prügelattacke wirklich das, mit dem wir unsere Gedanken füttern wollen?

Und so wie wir uns mit oben genannten Informationen füttern, so werden wir auch durch unser Umfeld gefüttert. Die Rede ist von Freunden, Familie, Arbeitskollegen und Bekannten. Mit welchen Menschen verbringen sie viel Zeit? Welche Gespräche werden geführt? Welche Energie herrscht dabei?

Wenn Sie sich z.B. verändern, dann kann das sowohl auf positive als auch negative Resonanz treffen. Eine neue Frisur, ein anderer Job, andere Interessen oder eine geistige Weiterentwicklung, das kann das Umfeld schon mal herausfordern. Veränderung wird nicht von jedem begrüßt. Zu angenehm ist die Komfortzone, die nur ungern verlassen werden will. Und oft fühlt sich jemand dann dadurch genötigt, auch eine Veränderung vorzunehmen. Um dies zu verhindern, wie gesagt ist die Komfortzone ja sehr angenehm, kann das auch zu blockierenden Worten führen wie „früher warst Du irgendwie einfacher“ „bist Du Dir sicher, dass Du das machen willst“ „ich würde das nicht so machen“ und vieles mehr. Stellt sich die Frage, ob bei einer angehenden Veränderung nicht auch das bestehende Umfeld einer Veränderung bedarf?

Doch zu extremistisch sollte eine Reduktion auch nicht sein. Man ist ja immerhin noch Mensch und lebt auch als Mensch.

Mein Rat dazu:

Esse bewusst, aber gönn Dir ab und zu etwas, mache Sport, ohne dass Du das Leben aus den Augen verlierst, sei in Gesellschaft, aber nicht in jeder.

#reduktion #gesellschaft #überfluss #überflussgesellschaft #bewusstsein

Verzeihen, nicht vergessen

Dass man verzeiht, aber trotzdem nicht vergisst, ist eine der wichtigsten Lektionen des Lebens. Oft können wir nicht loslassen, da der Schmerz so tief saß. Doch jedes Festklammern verhindert, dass wir uns Neuem öffnen. Und das Neue sollte der Ansporn sein, dass wir das Alte in Frieden gehen lassen können.

Nicht zu vergessen bringt den Vorteil auch daraus gelernt zu haben, so wie wenn wir uns an der Herdplatte einmal verbrannt haben, vorsichtig sind, jedoch nicht aufhören, jemals wieder zu kochen.

Verzeih-Liste

Im Internet gibt es schon sehr häufig die Löffel-Liste. Eine Idee aus dem Film „Das Beste kommt zum Schluss“.

Ich möchte heute zur Verzeih-Liste anregen. Alle Menschen aufschreiben, die einen mal verletzt haben und ihnen verzeihen. In welcher Form auch immer. Ob persönlich, über Dritte oder rein geistig.

E.P. – Du bist von Blume zu Blume geflogen, mich hast Du einfach auch nur bestäubt – ich verzeihe Dir, Du konntest eben den anderen nicht widerstehen

H.H. – Du warst nie der Vater, den ich gebraucht hätte – ich verzeihe Dir, Du hast es selbst nie anders erfahren

O.H. – Du hast mich öfters enttäuscht – ich verzeihe Dir, Du warst Dir Deiner Verletzungen nicht bewusst

R.H. – Du hattest mich neben so vielen anderen – ich verzeihe Dir, Du warst halt einfach heiß begehrt

H.S. – Du wolltest nicht nur mich lieben dürfen, sondern auch andere – ich verzeihe Dir, Du warst zu sehr von einer Vor-Beziehung traumatisiert

R.E. – Du hast gesagt, ich sei Deine beste Freundin und Du hast mich total hängen lassen. Ich musste wegen Dir krank arbeiten gehen und hing dadurch lange dran – ich verzeihe Dir, Du vermisst mich sicher mehr als ich Dich

A.M. – Du hast mich an den Haaren gezogen, mich geohrfeigt und warst auch so nicht gerade ein Gentleman – ich verzeihe Dir, wir waren noch so jung

H.F. – Du hast mich hintergangen und ich musste es ausbaden. Hat mir einige Jahre meines Lebens gekostet, sowohl finanziell als auch emotional – ich verzeihe Dir, Du hattest es nicht anders gelernt

R.M. – Du hast nichts mehr für mich empfunden und trotzdem Tisch und Bett mit mir geteilt – ich verzeihe Dir, Du hattest einfach noch nicht mit Deiner vorherigen Beziehung abgeschlossen

R.G. – Du warst nicht ehrlich zu mir – ich verzeihe Dir, Du hattest vielleicht Angst, dass ich mehr von Dir will und wolltest kein Risiko eingehen

M.H. – Du hast meine Gefühle nicht erwidert, da ich Dir auch zu jung war – ich verzeihe Dir, Du kannst ja nichts erzwingen und hast eben auch Regeln von Zuhause mitbekommen

P.F. – Du hast behauptet, dass Du in eine andere verliebt wärst, was dann nicht stimmte – ich verzeihe Dir, Du wolltest mich wahrscheinlich nicht verletzen und wir waren auch noch jung

M.S. – Du hast kompletten Schwachsinn über mich verbreitet, sogar Falschaussagen getroffen – ich verzeihe Dir, Du glaubtest so einen Freund einen Gefallen zu bereiten

H.S. – Du hast Dich einfach nicht mehr gemeldet, weil Du mir nicht sagen wolltest, dass Du nicht mehr mit mir zusammen sein willst – ich verzeihe Dir, es verlangt viel Feingefühl, mit jemandem Schluss zu machen und Du hast gewusst, dass Du es nicht hinbekommst

M.P. – Du hast grundlos den amikalen Kontakt zu mir abgebrochen – ich verzeihe Dir, Du fühltest Dich anscheinend nicht mehr wohl in meiner Gesellschaft

 

#verzeihen #verzeihliste #verzeihennichtvergessen #vergessen #nichtvergessen #annehmen #loslassen

One-Night-Stand

Woher weiß Frau, dass ein One-Night-Stand ein One-Night-Stand ist?

Man trifft einander, unterhält sich, trinkt etwas Alkohol und landet beim ersten Date im Bett. Weil es sich so ergeben hat. Egal ob man schon länger keinen Sex hatte oder weil die laue Sommernacht dazu verführt hat. Nach der Liebesnacht frühstückt man eventuell noch, gibt sich ein Abschiedsküsschen und die Wege trennen sich.

War’s das?

Hätte ein „wir hören uns“ ein Gefühl hinterlassen, dass man einander wieder sieht? Oder ist Sex am ersten Abend immer ein sicheres Zeichen dafür, dass es sich um etwas Einmaliges handelt?

Wahrscheinlich gibt es keine treffende Antwort darauf. Wahrscheinlich ist es bei jeder Frau unterschiedlich.

Und es gibt keinen Verhaltenskodex, ob es bei einem Mal bleibt. Wenn Mann nichts mehr von sich hören lässt, dann kann man leicht 1 und 1 zusammen zählen. Und erzwingen kann man ja auch nichts. Wenn der Funke nicht gesprungen ist, es eine Grundeinstellung gibt, dass Sex am ersten Abend keine Voraussetzung für weitere Zusammentreffen ist, oder welches Argument auch immer dagegen spricht, mehr als ein einziges Mal miteinander Sex zu haben.

Es ist wie es ist – eben ein One-Night-Stand.

 

#onenightstand #sex