Ein Stück vom Herzen rausreißen …

Nimm ein weiteres Stück von meinem Herzen, Baby!

Oh, oh, brich es!

Brich ein weiteres kleines Bisschen meines Herzens jetzt, Darling, yeah, yeah, yeah!

So schrie sich Janis Joplin ihren Herzschmerz aus der Seele.

Doch anscheinend lassen wir uns lieber ein Stück Herz rausreißen, anstatt gar nichts im Herzen zu fühlen.

Lieber Schmerzen und Trauer, als gar keine Emotion.

Der Mensch, zumindest der Großteil davon, ist nicht dazu gemacht, ganz alleine zu sein, daher nimmt er all den Schmerz hin, nur um zu fühlen, dass er am Leben ist.

Denn welchen Sinn hätte das Leben, wenn wir nichts fühlen würden?

Wir wären funktionale Roboter.

#herz #herzschmerz #leben #fühlen #gefühl

 

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To tear out a piece of heart …

Take another little piece of my heart now, baby!

Oh, oh, break it!

Break another little bit of my heart now, darling, yeah, yeah, yeah!

That’s how Janis Joplin shouted her heartache out of her soul.

But it seems that we prefer that someone tears out a piece of our heart to not feeling anything at all.

Better pain and grief than no emotions.

Humans, the majority at least, are not made to be all alone and that’s the reason they prefer pain just to feel alive.

What sense would life have without feeling anything?

We’d just be functional robots.

#heart #heartache #breakanotherlittlebitofmyheart #janis

Wenn der Chef schreit und ich nur lächeln würde…

Eine reale Situation, wie sie viele kennen, mit einem fiktiven anderen Um- als auch Ausgang

Er schreit herum wie ein Irrer.

Ich: „Wichser“

Er: „Wie bitte?“

Ich, verschmitzt lächelnd: „Ups, habe ich das etwa laut gesagt? War mir gar nicht bewusst“

Er, wütend, mit rotem Gesicht: „Lange schaue ich mir das nicht mehr an!“

Ich, schelmisch: „Ach, jetzt bin ich aber echt erleichtert. Ich wollte auch schon vorschlagen, dass wir nicht nur schauen, sondern auch ‚was tun sollten.“

Er, schäumt förmlich: „Es reicht langsam!“

Ich, die Hände aufs Herz gelegt, lächelnd: „Danke, danke, danke! Ich bin so froh, dass ich das endlich erreicht habe.“

Er, fassungslos: „Dies ist eine absolut ernste Situation!“

Ich, süffisant: „Genau deshalb sollten wir etwas Spaß hineinbringen und alles etwas lockerer angehen.“

Er, feuerroter Kopf: „Aus!!!“

Ich, amüsiert: „Sehr gut. Ich wollte gerade eine kleine Pause vorschlagen.“

Er, kurz vorm Explodieren: „Dies wird Konsequenzen haben, das garantiere ich Ihnen!“

Ich, albern: „Da bin ich aber froh. Denn ohne Konsequenzen wäre doch alles ausgangslos.“

Er, die Augen herausgequollen: „Raus!!!“

Ich, frivol: „Gerne.“

Er, ein Blick des Tötens: „Wie sprechen uns noch unter vier Augen.“

Ich, dankbar: „Ich wusste, dass sie mich befördern wollten – wie aufregend!“

Er, schon etwas cholerisch: „Jetzt habe ich aber genug!“

Ich, erfreut: „Wie schön, ich glaubte schon, dass sie nie genug bekommen.“

Er, nahe am Herzinfarkt: „Das war Ihr letztes Mal!“

Ich, den Blick gegen Himmel, dankend: „Toll! Dann beginnt wieder etwas Neues.“

Er, verwirrt: „Ich bin sprachlos.“

Ich, ihm auf die Schulter klopfend: „Es freut mich, wenn mir das gelungen ist. In der Stille ist ja so viel Kraft.“

Er, mürrisch: „Ich will nicht mehr.“

Ich, verständnisvoll: „Das verstehe ich gut. Ich will nämlich auch nicht mehr.“

Er, stöhnend: „Ich weiß nicht, auf welchen Drogen Sie sind, aber hören Sie damit auf!“

Ich, nachdenklich: „Ich muss Sie enttäuschen, die Droge heißt ‚Wahrheit‘ und bringt Glück und Freude. Damit kann ich leider nicht aufhören.“

Er, die Hände vorm Gesicht, leicht weinerlich: „Ich kann nicht mehr.“

Ich, mich leicht zu ihm gebeugt: „Ich weiß. Sie sollten auch ein paar Drogen ‚Wahrheit‘ konsumieren. Wird Ihnen sicher gefallen. Danach wird man richtig süchtig.“

Ich verlasse den Raum.

#chef #schreien #lächeln #gleichgültigkeit #wahrheit

 

When the boss is shouting and I just smile…

A real life situation as many might know but where the employee who gets shouted at handles the situation differently for once and the episode therfore has a completely different outcome.

He, shouting like a madman.

Me: „Wanker“

He: „Sorry?!“

Me, smiling cheekily: „Oops, did I say that out loud? I wasn’t aware of it.“

He, angry, his face red: „I won‘t put up with that any longer!“

Me, mischievously: „Ah, I’m really relieved now. I already wanted to suggest that we don‘t just TALK but DO something.“

He, foaming with rage: „It’s enough!“

Me, putting my hands on my heart, smiling: „Thanks, thanks, thanks! I’m so happy that I’ve finally achieved this.“

He, stunned: „This is absolutely serious!“

Me, smirking: „Yeah that’s exactly why we should loosen up a bit.“

He, his head flaming red: „Stop it!!!“

Me, amused: „Very good. I just wanted to suggest a small break.“

He, close to exploding: „I guarantee you – This will have consequences!“

Me, giggling: „I am really pleased about this because everything would be pointless without consequences.“

He, his eyes bulging: „Get out!!!“

Me, frivolously: „With pleasure.“

He, with a killing glare on his face: „We shall talk in private.“

Me, grateful: „I knew that I’d get a promotion – how exciting!“

He, already a little choleric : „Enough already!“

Me, delighted: „That’s great – I thought you’d never get enough.“

He, close to a heart attack: „That was your last time!“

Me, looking up thankfully: „Fantastic! Something new will beginn.“

He, confused: „I‘m speechless.“

Me, gently padding his back: „I’m happy that I‘ve achieved this. There is so much strenght in calmness.“

He, grumpy: „I can’t go on any longer.“

Me, understandingly: „I am with you. I can‘t go, either.“

He, moaning: „I don‘t know what kind of drugs you’re on – but stop it!“

Me, reflectively: „I’m afraid I must disappoint you. The drug is called ‚truth‘ and it brings happiness and joy – that’s something I can’t stop.“

He, burying his face in his hands, slightly whiningly: „I can’t do this any longer.“

Me, bending over to him: „I know. You should take some ‚truth‘-drugs. I’m sure You’ll like it. It‘s addictive.“

I leave the room.

#boss #shouting #smiling #smile #truth

Die Liebe erleben

Ich wünschte, ich könnte eines Tages die Liebe erleben.

Wie oft hört man davon, wie oft liest man davon.

Doch was ist das alles wert, wenn man es nicht selbst erlebt, nicht selbst mal fühlt?

Was ist eigentlich Liebe?

Ein unglaubliches Gefühl der Verbundenheit? Eine Bindung, die vorhanden ist, ohne sichtbar zu sein, ein durchsichtiger Faden, der einen verbindet, wie eine Nabelschnur das Kind mit der Mutter?

Eine Vertrautheit, ein Sehnen?

Was ist die Liebe?

Ich würde sie so gerne erleben, fühlen, spüren.

Die Hoffnung, dass mir Fortuna gnädig sein wird, dass ich die Liebe erleben darf.

Ja, ich wünsche mir Liebe. Liebe zu bekommen, Liebe zu geben.

Alles dreht sich um die Liebe. Wie glücklich der doch sein darf, der die Liebe erleben darf.

Ob das Glück auch mir bestimmt?

 

#dieliebeerleben #liebe #leben #erleben #hoffnung #fortuna

Zu-Fall

Ja, das stammt von Zufallen, also, dass einem etwas zufällt. Wenn einem etwas zufällt, ob es einem gefällt oder nicht, dann soll es einem etwas zeigen. Wer dies nicht erkennt, dem wird es immer wieder zufallen, solange, bis es erkannt ist.

Es fallen einem Menschen zu, die etwas bei einem auslösen sollen.

Es fallen einem Artikel in Zeitungen, Facebook oder sonst wo zu.

Ständig fällt einem etwas zu, wenn man offen ist und offen durchs Leben geht. Denn wer die Augen verschließt, wird den Zufall nicht erkennen. Der kann das Geschenk, das einem geboten wird, nicht annehmen. Ja, Geschenk. Es ist immer ein Geschenk. Manchmal gefällt uns die Verpackung nicht. Aber es ist ein Geschenk.

Je weiter wir unsere Augen und unser Herz öffnen, desto mehr Zufälle bekommen wir. Chancen. Ja, Chancen, die sich bieten, um daraus zu lernen. Sich weiterzuentwickeln. Um zu wachsen.

Wenn wir dann noch aussprechen, was der Zufall in einem bewirkt hat, dann kann auch noch jemand Weiteres wachsen oder besser gesagt, es bekommt jemand Weiteres die Chance auf Wachstum, sofern derjenige das Geschenk als eines erkennt, es annimmt und auspackt.

Nichts geschieht umsonst. Alles hat seinen Sinn. Wer dies zu erkennen mag, besitzt einen unglaublichen Reichtum. Wer dies annehmen kann, wird mit den „unschönen“ Zufällen und Geschenken besser umgehen können. Dadurch wird es leichter. Nicht einfach, aber leichter.

Sich darin zu üben, die Geschenke des Lebens zu erkennen und anzunehmen, darin übe ich mich seit vielen Jahren. Manchmal bin ich darin besser, manchmal darin ganz schlecht.

Aber sich damit auseinanderzusetzen, gibt einem die Chance, den Blickwinkel zu ändern, seine Sichtweise mal zu überdenken.

Eines Tages werde ich vielleicht zurückblicken und sagen können „Danke, es war sehr schön. Danke, dass mir so viel zugefallen ist.“

 

#zufall #zufallen #danken #sinn #grund #alleshateinensinn

Bindung oder Freiheit

Viele wollen beides, doch das ist oft schwierig. Es ist wie Nähe und Ferne, gleichzeitig nicht möglich. Doch durch die Ferne kann sich ein Wunsch nach Nähe entwickeln, als auch durch die Nähe ein Drang nach Ferne.

Was tun?

Wenn man jemanden trifft, der dieselben Vorstellungen hat, dann wird es wahrscheinlich möglich sein, dass man miteinander Nähe erlebt, aber dann auch wieder die Ferne. Wochenendbeziehungen sind ein klassisches Beispiel hierfür. Sie können lange gut gehen. Solange, bis einer einen Wunsch nach mehr hat und der andere nicht.

Wenn man viele Angebote hat, aus welchen Grund auch immer, dann ist die Versuchung groß, dass man keine Bindung möchte, da man entdeckt, dass so viele süße Früchte da sind, die alle noch nicht gekostet wurden. Verständlich, dass man gerne jedes Angebot nutzen möchte, dass sich mit all seinen Reizen präsentiert. Doch wird man nicht auch irgendwann der Süße Überdruss und will mal wieder etwas Bekanntes verzehren, das man kennt?

Und was, wenn irgendetwas dazu führt, dass plötzlich sich ein Lebensumstand ändert und die Früchtchen doch nur genossen und vernascht werden wollten, jedoch am Feinspitz selbst kein wahres Interesse hätten?

Was, wenn der Feinspitz sich den Magen verdorben hat, krank wird oder einfach das Rad der Zeit an ihm gedreht hat, wollen die Früchte dann immer noch von ihm vernascht werden, wollen sie auch den Menschen dahinter oder nur die Fassade?

So schön und verlockend das Angebot auch sein mag, vielleicht sollte man sich auch fragen, was im Tiefsten des Herzens wirklich sein will und dies, unabhängig von Angebot und Nachfrage, sich bewusst werden und auch zu leben.

Denn wenn man nur noch Süßes bekommt, dann kann der Wunsch nach Salz schier unbegreiflich werden. Das Salz des Lebens. Das Salz der Nähe und Vertrautheit.

 

#bindung #freiheit #getrenntheit #trennung #beziehung #ziehen #aneinanderziehen #vertrautheit #vertrauen #treue #untreue

Dieselbe Wellenlänge

Ich hatte eine Vision, dass ein Engel mit riesigen Flügeln, der aussah wie Jesus, mir seine Arme von hinten über mich und beide Hände über mein Herz legte.

Seine Brust lag auf meinem Rücken und ich konnte seinen Herzschlag spüren. Es war ein sanftes, dumpfes Pochen, dem sich mein Herzschlag langsam anpasste. Immer mehr begannen die beiden Herzen im selben Rhythmus zu schlagen, die Frequenz einander anzupassen, dieselbe Schwingung anzunehmen, auf derselben Wellenlänge zu schwingen.

Es herrschte absolute Harmonie. Zwei Herzen im Gleichklang.

Plötzlich verstand ich, was es bedeutet, auf derselben Wellenlänge zu sein. Zwei Herzen, die sich rhythmisch vereint haben. Wenn zwei Wellen die gleiche Frequenz haben und sich überlagern, werden sie eine.

Die Herzen werden eins. Sind verbunden. Können einander spüren.

Dieselbe Wellenlänge. Dieselbe Schwingung. Eine gemeinsame Melodie. Das Lied der Verbindung.

 

#wellenlänge #gleichewellenlänge #engel #flügel #nähe #geborgensein #fühlen #gefühl

Bin ich denn nicht gut, so wie ich bin?

Man hat gerade eine Ent-täuschung erlebt, ein Partner, den man anfangs anders wahrnahm, hat ein anderes Gesicht an den Tag gelegt. Möglicherweise war es immer da, doch man hat es einfach nicht gesehen oder wollte es unbewusst nicht sehen.

Die Gier nach Glück war so groß, dass man einfach wollte, dass man einander findet und liebt. Zu lange schon konnte man keine Nähe und Liebe zu jemand aufbauen und der Wunsch danach war permanent präsent. Doch gerade wenn man einen so innigen Wunsch nach etwas hat, dann blendet man vieles Offensichtliches aus. Man will sich unbewusst selbst belügen, nur um dem Glück nahe zu sein.

Unzählige Fragen hämmern dann in den Kopf hinein wie:

  • Bin ich denn nicht gut, so wie ich bin?
  • Kann man mich nicht lieben?
  • Bin ich nicht liebens-wert?
  • Warum will man mich nicht?
  • Warum will man nicht mit mir Nähe erleben?

Doch diese Fragen, die unglaublichen Schmerz verursachen, führen dazu, dass man plötzlich herausschreit:

Ich fühle mich wie als Kind, das nie von den Eltern gewollt wurde oder dem es zumindest nie gezeigt wurde, dass man es wollte und ich immer das Gefühl hatte, nicht gut zu sein, wie ich bin! Ich fühlte mich damals als Fehler. Doch ich bin KEIN Fehler! Ich bin gut, so wie ich bin! Warum gibt man mir immer noch das Gefühl einer zu sein?

Der Schmerz brachte jedoch auch eine unglaubliche Erkenntnis – dass hinter den Geschehnissen auch ein Thema aus der Kindheit steckt. Die Gewohnheit, nicht gewollt zu sein, dass man keine Nähe zu einem wollte, ein Muster aus alten Tagen.

Einmal herauszuschreien: ICH BIN KEIN FEHLER! hat unglaublich lange gedauert, denn es war einem nicht bewusst, wie tief und lange dieser Glaubenssatz im Verborgenen lag, der nun endlich an die Oberfläche kam, um erkannt und aufgelöst zu werden.

Wie oft suchen wir an uns Fehler, fragen uns, ob wir denn nicht gut genug wären, egal ob in Partnerschaft oder Beruf. Sollten wir nicht alle einfach mal laut schreien:

ICH BIN GUT, SO WIE ICH BIN!!!!

 

#gut #gutsein #ichbingut #ichbingutsowieichbin #fehler #ichbinkeinfehler #keinfehler #liebe #selbstliebe

Die Leere nach der Nähe

Man hat gerade die erste Liebesnacht mit jemanden verbracht, alles war vollkommen, doch dann überkommt einem eine unbeschreibliche Leere.

Noch ein paar Stunden zuvor hat man das Gegenübers gespürt, seine Haut gerochen, den feucht-warmen Atem wahrgenommen. Aus zwei Körpern wurde einer, der im Gleichklang schwingt. Eine Symbiose. Eins.

Doch wenn sich dann die Wege bis zum nächsten Treffen trennen, ist man anfangs noch voller Energie und Euphorie. Wie eine eingenommene Droge des Glücks, ein Duft der Seligkeit, der einem umhüllt.

Kaum zu erklären, warum dann von Stunde zu Stunde das Glück und die Seligkeit sich reduzieren und ein Gefühl des Mangels entsteht.

Der Gedanke an die Tage bis zum nächsten Wiedersehen, der nächsten Umarmung, des nächsten Einanderfühlens scheinen schier unendlich und dadurch steigt eine Trauer empor. Woher kommt diese Trauer? Diese Leere, die sich plötzlich uneingeladen im Körper ausweitet und einem einschnürt und die Luft nimmt. Und wird dieses Leere wieder schwinden? Oder von nun an die Begleiterin in den Tagen des Alleinseins sein?

Wie kann aus so viel Nähe und Gefühl so schnell wieder Leere werden? Ist die Gier nach dem Gegenüber zu stark? Kann man diese ungewollten Gefühle reduzieren oder gar zum Verschwinden bringen?

Hat man sich etwa verliebt, mehr als einem bewusst war und dadurch schon so eine Nähe entwickelt, dass die kleinste Trennung zum Schmerz wird?

Sich auf jemanden einlassen kann so viel Freude und Leid zugleich bringen. Doch wie unerträglich wäre es, um sich Leid zu ersparen, sich nicht hinzugeben, einzulassen. Warum die Gefühle bei manchen Menschen stärker sind wie bei anderen, wer weiß, ob es eine harmonierende Genetik ist, die einem unbewusst Signale sendet oder doch nur ein Zeichen der Dualität, die besagt, dass das eine nur vorhanden sein kann, wenn es auch das andere gibt.

Und gäbe es die Leere nicht, dann wüsste man wohl das Glück der Nähe und Fülle nicht zu schätzen.

 

#leere #leerenachnähe #nähe #fremd #dualität #trennung #schmerz

Wenn mir danach bedarf

Welch‘ Luxus ist es, etwas nur dann zu tun, wenn einem danach bedarf.

Nur zu arbeiten – wenn einem danach bedarf.

Nur Menschenmengen ausgesetzt zu sein – wenn einem danach bedarf.

Nur Auto zu fahren – wenn einem danach bedarf.

Hört sich doch simple an. Doch nur zu arbeiten, wenn man dazu Lust verspürt, das wird sich nicht jeder leisten können. Nur Menschenmengen, wenn man Lust auf Action hat, wird auch eine Herausforderung, denn wenn man z.B. Essen benötigt, dann wird man in ein Geschäft gehen müssen und das müssen andere auch. Und nur Auto zu fahren, wenn man will, wird auch an seine Grenzen stoßen, je nachdem, ob man in den Job mit dem Auto hinmuss oder irgendeine Verpflichtung hat, die Autofahren voraussetzt, da es keine öffentliche Verkehrsanbindung gibt.

Doch der Gedanke daran ist doch ziemlich reizvoll. Wie umsetzen?

Sollte man finanziell komplett unabhängig sein, dann wäre es denkbar, nur noch an jenen Tagen zu arbeiten, an denen es einem Spaß macht. Aber vielleicht sollte man das Denken ändern und sagen, ich mach nur noch das, was mir Spaß macht, wofür ich Talent habe oder wo ich mich entfalten kann, dann wäre es möglich, nur noch zu arbeiten, wenn es Spaß macht. Das Neue daran wäre, dass es einem plötzlich jeden Tag Spaß macht und man könnte erhobener Brust sagen, dass man nur noch arbeitet, wenn es einem danach bedarf, doch es bedarf einem fast täglich danach.

Und nur noch Menschenmengen ausgesetzt zu sein, wenn man Lust darauf hat? Auch hier könnte man die Einstellung dazu ändern. Wenn man nämlich nur noch Menschen trifft, mit denen es Spaß macht, dann wäre es doch angenehm. Oder überhaupt mit einer ganz anderen Einstellung in das überfüllte Geschäft zu gehen.

Und auch das Autofahren kann man ähnlich abhandeln. Wenn einem das Fahren per se nicht angenehm ist, dann kann man nach Optionen wie einer Fahrgemeinschaft Ausschau halten oder sich besser organisieren, damit man nicht sinnlose Kilometer fährt. Wenn man den überfüllten Straßen aus dem Weg gehen will, dann kann man eventuell mit einem Zeitmanagement Verbesserung anstreben. Und wem das tägliche Autofahren eine Qual ist, der sollte sich fragen, ob es vielleicht an der Zeit ist, etwas am Leben zu ändern, sodass man gar nicht mehr mobil ist und z.B. von zuhause aus arbeitet.

Ja, der Luxus nur noch etwas zu tun, wenn es einem danach bedarf, hört sich anfangs fast unmöglich an, aber bei näherer Betrachtung könnte es sein, dass man doch etwas findet, das einem diesem Luxus näher bringt.

 

#bedarf #danachbedürfen #dürfen #nichtmüssen

Wenn sie dann mal nicht begehrt wird

Eine attraktive Frau, die es gewohnt ist, dass sich alle nach ihr umdrehen und mit ihr anbandeln wollen, kann es gar nicht fassen, dass sie ausnahmsweise mal nicht heiß begehrt bei konkret einem Mann ist.

Normalerweise betritt sie einen Raum und diejenigen, die sie kennen, springen förmlich auf, um ihr rechts und links ein Küsschen zu geben und stolz damit zum Ausdruck zu bringen, dass sie das Objekt der Begierde kennen.

An einem Nachmittag war es wieder so, dass alle Männer ihr, und wenn nur kurz und unbemerkt, einen Blick zuwarfen. Der interessanteste Mann im Raum hatte sie natürlich auch erspäht und mit ihr Kontakt aufgenommen. Siegessiecher und erfreut, dass sie von all den Frauen erwählt wurde, fuhr sie heim und freute sich mächtig, dass es regelmäßigen Kontakt zum Auserkorenen gab. Doch plötzlich riss der Kontakt ab. Das Treffen hatte noch nicht stattgefunden, doch Funkstille. Auf ein weiteres Email ihrerseits kam nur eine kurze Antwort. Es musste wohl viel Stress bei ihm herrschen. Doch auch in den Folgetagen, kam nicht mehr. Und so wurden aus Tagen Wochen und es war schwer noch Gründe zu finden, warum der Prinz so plötzlich kein Interesse mehr kundtat, wo doch nur 15min Autofahrt einander trennten.

Womöglich, hat der Prinz auch andere Prinzessinnen wahrgenommen und dann diejenigen, die schon fast der Erinnerung entschwunden, vergessen. Ja, so hart es für die attraktive Frau war, dass sie ausnahmsweise nicht als Herzblatt ausgewählt wurde, so lehrreich war es dann auch wohl. Denn niemand kann immer die Nummer eins sein. Und Höhen und Tiefen sind Teile des Lebens. Erfahrungen, die noch nie gemacht wurden, sind oft mal schmerzhaft, doch auch notwendig.

So konnte sie zumindest einmal fühlen, was andere Frauen fühlen, wenn sie nicht auserwählt wurden. Denn wie würde sie mit dem Begriff der Ablehnung je in Berührung kommen können, wenn sie es nicht selbst einmal erlebt hätte.

 

#begehren #nichtbegehren #begehrenswert #ablehnung #mittelpunkt #ego