Die entsorgte Zahnbürste

Schon lange war absehbar, dass es keine gemeinsame Zukunft geben wird. Es war wohl mehr Gewohnheit oder der Gedanke, dass Alleinsein auch nicht immer lustig ist, dass man sich weiterhin traf.

Doch mit fortschreitender Passivität und Langeweile zu zweit, keimten Fragen immer häufiger auf, ob es sinnvoll wäre, etwas aufrecht zu erhalten, dass doch eh schon längst abgeschlossen ist. Doch irgendwie spricht es keiner richtig aus.

Der anfängliche Drang nach Konversation erstillte, die Gespräche wurden knapper und belangloser und auch die Freude über eine neue Nachricht fand ein Ende.

Vieles muss nicht ausgesprochen werden, ein Nichtaussprechen spricht für sich selbst. Doch wann ist es endgültig abgeschlossen? Wenn mehr als 3, 4 oder 7 Tage Funkstille herrscht? Wenn man es schriftlich fixiert, dass es im Sinne beider ist, gemeinsame Treffen nicht weiter zu verfolgen? Wenn man sämtliche Textnachrichten gelöscht hat, da sie keine Bedeutung mehr haben? Oder, wenn die paar Erinnerungen im Haushalt, wie die Zahnbürste, entsorgt sind?

Tja, Bilder, die einem an die gemeinsame Zeit erinnern, kann man irgendwo hinverschieben, wo sie einem nicht mehr anspringen. Die älteren Gesprächsaufzeichnungen werden sowieso durch die neueren zurückverschoben. Aber die Zahnbürste, ja sie hüpft einem täglich am Morgen und abends ins Gesicht. Ein Rudiment von Wochen oder Monaten, vielleicht sogar Jahren. Erinnerungen, wie man sich nebeneinander die Zähne putze und womöglich trotz Schaum vorm Mund, verliebte Blicke zuwarf. Unglaublich romantisch. Oder zumindest lustig.

Ja, wenn die Zahnbürste entsorgt wurde, dann hat man wirklich einen Schritt gemacht, der sowohl rein physisch wieder Platz im Leben geschaffen hat, als auch geistig eine Entrümpelung vollzog. Und wenn dann die nächsten Male im Bad, ab und an noch ein Blick zum nun leeren Zahnbecher fällt, so ist nach ein paar Tagen die Routine des leeren Bechers eingekehrt. Abgeschlossen.

In einem Interview erzählte ein Mann, dessen Frau an Krebs gestorben war, dass es lange dauerte, bis er die Erinnerungen der gemeinsamen Jahre langsam Stück für Stück entfernte, um wieder am Leben teilzunehmen und sich Neuem zu öffnen. Doch das zuletzt entsorgte Teil war die Zahnbürste seiner Gattin. Erst als er jene wegwarf, hatte er das Gefühl, dass er jetzt mit seiner Trauer abgeschlossen hatte.

Die Zahnbürste. Ein Stück Plastik an dem mehr Erinnerungen zu haften scheinen, wie einem wohl bewusst sind.

Die nächste Zahnbürste wird womöglich mit einem anderen Blick begutachtet. Dieses kleine Stück Plastik mit schäumenden Erinnerungen.

 

#entorgen #ensorgt #ende #beziehungsende #passiv #belanglos #aus #vorbei #ausundvorbei

Einfach oder leichter

Oft jammern wir, dass alles so schwer ist und wir uns wünschen würden, dass es doch etwas einfacher/leichter sein könnte. Aber was bedeutet schon einfach/leicht? Ist es wirklich das Gegenteil von schwer? Oder bedeutet es, ohne Anstrengung? Denn ohne Anstrengung hört sich zwar verlockend an, aber wenn man nicht einen einzigen Schweißtropfen vergossen, nichts dafür zutun musste, wird es dann nicht auch schnell langweilig, schnell uninteressant, ging es dann nicht zu einfach/leicht?

Ich erinnere mich gerne an meinen ersten Lohnzettel während eines Praktikums. Als ich den Scheck in Händen hielt, erinnerte ich mich an die dafür geleistete Arbeit, welche auch nicht immer nur lustig war, aber ich sah auch schon, was ich mir damit leisten würde. Es war nicht einfach/leicht, aber der Genuss war es wert.

Eine Bekannte beklagte mal, dass ein Mann, der ihr gefallen würde, sich lieber mit Frauen treffe, die 10-15 Jahre jünger wären. Die seien leichter zu manipulieren, leichter zu erziehen, leichter zufriedenzustellen und nicht so anspruchsvoll, wie eine Frau mittleren Alters, die schon ihre eigenen Vorstellungen vom Leben hätte, sich nicht mehr so leicht verbiegen lässt und so. Ja, hier war dieses einfach bzw. leichter, welches den bitteren Beigeschmack hat.

Doch sollten wir uns, wenn es uns stört, dass es jemand sich gerne einfach/leicht macht, nicht mal hinterfragen, ob wir hier auch noch ein eigenes einfach/leicht-Thema haben, welches noch gelöst gehört?

Denn genau jene Bekannte, die es störte, dass Mann es sich gerne leicht macht, hatte selbst den Wunsch, einen wohlhabenden Partner an der Seite zu haben, der ihr ein stattliches Leben garantiert, denn es wäre als Frau so schwer, sich alles zu erarbeiten und so wäre das Leben doch viel leichter :-).

Vielleicht, viel-leicht, ist möglicherweise Vieles leichter als uns bewusst.

 

#einfach #einfacher #leicht #leichter #wert #bewusst

Hass

Hass – welch starke Emotion. Nichts bringt einem die Sinnlosigkeit seiner Umgebung, seines Daseins, des Daseins anderer, einfach allem näher, als Hass. Purer, blanker Hass.

Ja, der Hass auf den Lärm der Bagger in der Straße neben einem. Es heißt immer, dass der Staat kein Geld hat, aber für den Bau ist immer genug da. Auch wenn an einer Stelle, innerhalb von einem Jahr, zweimal aufgerissen wird.

Der Hass auf den Nachbarn, der ständig irgendwo bohrt – wie viele Löcher will der Trottel noch bohren? Bis keine Mauer mehr übrig ist? Und warum nicht alles auf einmal erledigen? 10 Löcher in einer Stunde anstatt jeden Tag mal 10min. Vielleicht hat ja jemand im Haus ein Zahnarzt-Trauma, das somit täglich belebt wird.

Der Haas auf das Geschrei eines Neugeborenen. Kannst Du nicht auch einfach mal lächeln? Lieb sein? Still sein? Muss es immer schreien sein? Immer nur Lärm?

Der Hass auf die nicht vorhandenen Parkplätze. Und keiner tut etwas dagegen. Kein Wunder, die Politiker wohnen eh in Villen mit privater Tiefgarage, warum also etwas ändern. Doch das Pech des kleinen Mannes, wenn er zu wenig arbeitet und zu wenig verdient, dass er in einem Gemeindebau leben muss und 100 Parkplätze mit 300 anderen teilen muss.

Der Hass auf den Nachbar, der seine Musik zu laut aufdreht. Die Vibration, die man sanft am Boden spürt. Von Klängen, die man nicht ausstehen kann. Macht der ein Voodoo-Ritual zu der Musik oder einen schwarzen Zirkel? Werden Tiere hier geschlachtet und dann auf den Türstock getackert? Es hört sich zumindest so an.

Der Hass auf die männlichen Pensionisten, die einem den Vorrang nehmen oder sich auf den Behindertenparkplatz stellen, obwohl sie gar nicht behindert sind. Oder ist Fettleibigkeit seit neuestem eine Behinderung? Oder 70plus? Glauben Pensionisten, nur weil sie etwas vor Ewigkeiten für den Staat getan haben, dass sie alle Rechte haben?

Der Hass auf die Raucher, die selbst, wenn man auf der Suche nach Frischluft hinausgeht, im Wald mit ihrem Glimmstängel alles verpesten müssen. Viele Raucher rauchen neben ihren Kindern, auch im Auto, wo diese förmlich von den Tschick eingenebelt werden. Wohl noch nie was von Vorbildfunktion gehört?

Der Hass auf Menschen, die ihre Müll in der Natur entsorgen, obwohl alle 200m ein Misteimer steht.

Der Hass auf Menschen, die überall ihren ekeligen Speichel entsorgen müssen, manchmal direkt einem vor die Füße spucken. Mal dran gedacht, dass nicht jeder geil auf TBC ist?

Der Hass auf Menschen, die trotz Warmwasser und Seife ihren Gestank von Schweiß und Sonstigem auf ihre Umgebung übertragen müssen.

Der Hass auf das Wetter, das einem das Wochenende versaut.

Der Hass, dass man all dies nicht ändern kann und dadurch noch mehr Hass in einem aufkeimt.

Der Hass auf sich selbst, dass man so viel hasst.

Der Hass, warum man all diesen Hass empfinden muss. Und warum nicht wieder ein Moment kommt, wo man frei von Hass ist und alles einfach nur schön ist.

 

#hass #ärger #wut #ekel #intoleranz #selbsthass

Stille und Lärm

Wenn wir uns als Kinder vernachlässigt fühlten, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt bekamen, dann war Lärm, in welcher Form auch immer, der ideale Partner. Schreien, etwas zu Boden werfen, Hauptsache laut genug. Und plötzlich drehte sich alles nur noch mehr um uns.

Auch im Jugendalter konnte es nicht laut genug sein. Das Radio oder den Fernseher voll aufdrehen, in der Disco so laut wie möglich. Laut schien so eine Art Wachstumsprozess des Heranreifens, des Älterwerdens, des Erwachsenwerdens zu sein.

Doch sowie man völlig ausgewachsen ist, umso weniger ist der Lärm dann noch interessant und reizvoll. Wenn man 35plus ist und eine starke Woche hinter sich hat, dann kann der geringste Lärm einem zum Auszucken bringen. Und bei Kopfschmerzen wird man sich erst bewusst, dass Lärm uns ständig umgibt. Egal ob der Lärm des Verkehrs, der Baustellen, der Geschäfte oder der Nachbarn, es scheint als wären wir permanent beschallt.

Will man Ruhe finden und sich nur den Geräuschen der Natur hingeben, dann muss man schon weit reisen. Ein bisschen außerhalb der Stadt, dort finden auch andere hin, um mit dem Hund Gassi zu gehen, zu sporteln oder etwas zu spazieren.

Und wenn wir dann ein Naturjuwel ausfindig machen konnten, dass uns Stille gibt, dann brauchen wir zwar nur kurz, um dies zu genießen, es längerfristig zu genießen, wäre dann schon wieder zu viel. Denn Stille kann sehr kraftvoll sein und wenn man diese Kraft nicht gewohnt ist, dann kann sie einem schon überfordern. Stille in Dosen also. Wahrscheinlich treibt es deshalb so viele Menschen aufs Land. Um in Dosen die Stille zu genießen, die mit Wochenbeginn wieder gebrochen wird.

Beides hat seine Qualität. Sowohl der Lärm als auch die Stille. Und das richtige Mittelmaß bringt einem dann die Balance, um beides genießen zu können. Denn so wie der Lärm in jungen Jahren wohl notwendig war und die einkehrende Stille mit zunehmenden Alter kommt, so freut man sich in den alten Jahren, wenn wieder etwas Lärm einkehrt und Leben bringt. Denn eine gewisse Dosis Lärm steht ja auch für Leben. Oder haben Sie schon einmal einen Wald erlebt, in dem kein einziger Vogel zwitscherte?

 

#stille #lärm #aufmerksamkeit #ruhe

Alleine

Fühlten Sie sich schon mal so richtig allein? Als würde es niemanden geben außer Ihnen? Als wäre man nur von seinen Gedanken umgeben, die einen quälende Erinnerungen bescheren.

So ein Gefühl kann nach einer Trennung aufkommen. Plötzlich ist da eine Leere, ein Loch, das zuvor gefüllt war. Und man ist nur noch mit sich. Wie unerträglich plötzlich Stille ist. Wie lange plötzlich eine Stunde dauert, die doch noch vor kurzem so schnell verflogen.

Aber auch in Gesellschaft kann man sich alleine fühlen. Sich so gar nicht mit seinem Umfeld identifizieren können. Sich bewusst werden, dass man sich hier so falsch fühlt.

Doch alleine und einsam sind zu unterscheiden. Allein kann man mit Allem-eins-sein, also all-ein, übersetzen. In sich gehen, seine Gedanken reduzieren, sich mehr mit der Natur verbinden und dadurch an alles anbinden, sich mit dem Einem verbinden. Spirituell wachsen. Weizen und Spreu trennen. Wer sich für diesen Weg entscheidet, kann dem Alleinsein plötzlich viel Gutes abgewinnen. Die Stille genießen. Doch der Weg dahin ist ungewohnt. Sind wir doch von Lärm und Beschäftigung dauerhaft umgeben. Und wenn etwas dauerhaft ist, dann gewöhnen wir uns daran und vermissen es, wenn es nicht mehr da ist. So wie der Alkoholiker den Alkohol vermisst und der Entzug ihn Höllenqualen erleben lässt. Doch wenn er konsequent ist, dann wird er die Früchte des Entzugs ernten können.

Warum also nicht die Früchte des Alleinseins ernten? Konsequent sich der Stille hingeben, die Natur inhalieren und den Gedanken einmal frei geben.

Dies bedeutet nicht, dass ein kompletter Rückzug vonnöten ist oder der Ausstieg aus der Gesellschaft oder dem Menschsein. Aber ein kurzer Ausstieg in Dauer von Minuten oder Stunden kann das Leben wieder erträglicher machen, einen neuen Blickwinkel auf sein Umfeld werfen und die Möglichkeit für Veränderung und Neues bieten.

Bereit für das All-ein-sein?

 

#alleine #alleins #trennung #alleinssein

Alltag

Wer kennt das nicht, jeden Tag derselbe Trott.

Aufstehen, Frühstücken, in die Arbeit, Sport machen, Fernsehen oder Lesen und dann ins Bett, damit morgen alles genauso wieder abläuft. Die tägliche Routine, die einerseits den Stress eliminiert, aber andererseits auch den Spaß, die Herausforderung, die Freude beim Neuen.

Täglich alles neu würde uns sicher überfordern. Ein Leben im Ungewissen. Es hört sich zwar reizvoll an, wäre wahrscheinlich jedoch zu fordernd. Stellen Sie sich vor, Sie wüssten nicht, ob ihr Haus morgen noch steht, morgen Essen vorhanden ist, die Straße noch befahrbar ist. Eher beängstigend.

Nicht zu wissen, wie die Arbeit abläuft, nicht zu wissen, was es für ein außergewöhnliches Essen diesmal in der Kantine gibt, nicht zu wissen wie einem der Partner entgegentritt, eher spannend.

Wenn etwas also zwischen beängstigend und spannend ist, dann wäre es ein schöner Bruch mit dem Alltag. Veränderung, jedoch keine Ungewissheit. Oftmals bringt der Alltag nämlich einerseits Sicherheit, andererseits aber auch Langeweile. Die Routine. Der Schamane sagte einst, dass die Routine der größte Gegner/Feind der Liebe ist.

Ja, einerseits ist das gewohnte Umfeld ein Sicherheitsfaktor, andererseits bringt der Langeweile und die führt oft zum Ausbruch aus dem gewohnten Umfeld. Der Reiz des Neuen, des Anderen, des noch zu Erkundenden.

Den Alltag mal durchbrechen, die Routine nicht zu sehr das Leben bestimmen lassen. Das wäre doch eine tolle Herausforderung.

Mal das Essen am Boden genießen, anstatt den Esstisch zu verwenden, mal Sex nicht im Bett haben, mal die Haare anders tragen, mal einen andere Duft probieren, mal einen komplett anderen Kleidungs-Stil anziehen, mal Freunde treffen, die man seit Jahren nicht mehr gesehen hat und Vieles, Vieles mehr.

Einfach wieder den Alltag durchbrechen, die Routine hinten anstellen, etwas Verrücktes machen und Spaß und Freude ins Leben holen. Damit der All-Tag nicht alle Tage gleich ist.

 

#alltag #trott #routine

Die Erleuchteten

Kennen Sie das, dass Sie sich weiterentwickeln wollen, sprich spirituell wachsen. Sie lesen aufgrund dessen viel, besuchen Seminare und Kurse und auf der Suche begegnet Ihnen immer mehr. So viel, dass es eine schier unendliche Suche zu sein scheint. Denn der Weg hat kein Ende.

So weit so gut.

Doch während man sich mit seiner Seele auseinandersetzt, zu meditieren beginnt und auch die Ernährung komplett umstellt, kommen einem Menschen unter, die erleuchtet scheinen. Menschen, die denselben Weg zuvor schon gingen. Menschen, die Ihnen bei Ihrer Suche behilflich sein können. Menschen, die all Ihre Fragen kennen und auch beantworten können.

So weit so gut.

Doch je mehr man in die Tiefe geht, je mehr die Euphorie zunimmt, umso mehr wird man eines Tages feststellen, dass viele der angeblich Erleuchteten, gar nicht so erleuchtet sind. Dass die Erleuchteten sich hervorragend im Geschäftswesen auskennen. Nicht, dass es Ihnen nicht zustehen würde, aber ist es nicht oft merkwürdig, wie oft von der schlechten Macht des Geldes gesprochen wird und zeitgleich das Schlechte zu Haufen für jene Erkenntnis genommen wird. Und ist es nicht merkwürdig, dass es auch nur einen Weg gibt und allen anderen Wege falsch sind. Und ist es nicht merkwürdig, dass man gar nicht will, dass man seine eigenen Erkenntnisse gewinnt und gar einbringt.

Nein, bei den Erleuchteten herrscht zum Teil ein sehr strenges Regime. Und wehe dem, der nicht gehorsam ist. Ist doch der Weg vom Erleuchteten bereits gegangen worden und gibt es doch keinen Bedarf irgendetwas in Frage zu stellen.

Doch nun frage ich Sie, kann jemand denn wirklich erleuchtet sein, wenn er andere davon abhält, seinen eigenen Weg zu gehen, seine eigene Erfahrung zu machen, seine eigene Erleuchtung zu finden?

Ist Erleuchtung nicht auch nur eine Erkenntnis, die momentan und individuell zutrifft? Die ständig auf ihre Wahrheit überprüft werden muss? Denn würde es nur eine Wahrheit geben, dann müssten wir doch alle nicht mehr suchen. Dann wäre doch alles geklärt.

Aber es gab Tage im Zeitalter der Erde, wo man die Erde für eine Scheibe hielt und wo das geozentrische Weltbild anerkannt war. Und neue Erkenntnisse brachten Abänderungen der vorherigen Meinungen.

Warum sollen also auch nicht im Spirituellen immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen werden? Und warum soll man dann nicht einen neuen Weg beschreiten? Vielleicht sogar ganz alleine, als Allererster, ohne einen Erleuchteten, der alle Wege schon gegangen ist.

Denn manchmal sind es die Erleuchteten, deren Licht schon erloschen ist und es Zeit wird, dass man selbst seinem Licht folgt. Dem eigenen Licht. Seiner eigenen Erleuchtung. Seinem eigenen Weg.

 

#erleuchtung #erleuchtet #erleuchtete #pseudoerleuchtet #spirituell #spirituelle #spiritualität #pseudospirituell

Innere Unruhe

Innere Unruhe

Kennen Sie das, wenn Sie total unruhig sind? So ein Gefühl, dass vom Bauch aufwärts steigt. Wie eine Schlange, die sich nach oben schlängelt und dann einem das Gefühl gibt, dass die Luft knapper wird.

Ja, diese innere Unruhe.

Die Ursachen können mannigfaltig sein. Ist es die Unzufriedenheit mit der Partnerschaft, dem Job, dem Wohnort oder was auch immer. Es ist nicht so, wie es zu sein hat. Und das weiß man. Doch eine Lösung ist nicht in unmittelbarer Nähe. Und das verursacht eine extreme innere Unruhe. Als würde der Sand durch die Sanduhr fließen und das letzte Sandkorn ist schon absehbar. Doch es lässt sich nicht verhindern. Keine Lösung in Sicht.

Der ganze Körper reagiert. Als würde man krank. Hitze, die im Körper aufsteigt, Nervosität, die sich ausbreitet, vielleicht sogar Durchfall oder Nägel beißen. So etwas kennt man vor der Matura oder einer Steuerprüfung. Und erst, wenn es vorbei ist, dann kann wieder die Ruhe in den Körper kehren, die Batterie wieder aufgeladen werden und jeder Muskel entspannen.

Möglicherweise könnte etwas Ruhe die innere Unruhe reduzieren. Möglicherweise könnte etwas Ruhe Inspiration bringen, um der inneren Unruhe wieder Herr zu werden. Möglicherweise steckt die Kraft tatsächlich in der Ruhe. Im Nichts. Im Innehalten. Im in-sich-kehren. Im mit-sich-alleine-beschäftigen. Im Zentrieren und Meditieren.

Daher bei innerer Unruhe mal tief durchatmen, die Augen schließen, die Gedanken verfliegen lassen, sich entspannen. Dann kommt bestimmt der Moment, wo die Unruhe weniger wird, der Kopf wieder frei wird, Kreativität zurückkehrt und die Lösung für die Probleme bietet.

Denn wie sagte der Schamane zu uns „Ich habe viele Probleme, aber kein Problem damit“.

 

#unruhe #innereunruhe #probleme #unzufriedenheit

Zeit

Wie viel dreht sich ständig um die Zeit.

„Ich hab keine/nicht viel Zeit“ oder „Zurzeit ist es ganz schlecht“ etc.

Kennen wir doch alle.

Zeit wurde in unserer schnelllebigen Welt Mangelware und somit ist sie im Wert unglaublich gestiegen.

Ein Vater, der rund um die Uhr arbeitet, schenkt seinen Sohn nicht irgendetwas, das man kaufen kann, sondern schenkt ihm seine Zeit.

Unbezahlbar.

Zum anderen gibt es Menschen, die nichts mit der Zeit mehr anzufangen wissen. Dauernde Langeweile. Unendlich viel Zeit.

Nichtstun kann zeigen, wie viel Zeit oft zur Verfügung steht, von der man gar nichts wusste.

Wer permanent beschäftigt ist und nicht mehr abschalten kann, wird feststellen, wie lange eine Minute dauern kann, ganz abzusehen von Stunden oder gar Tagen.

Nehmen Sie sich einmal die Zeit, eine Stunde nichts zu tun. Nur sitzen und nichts tun. Kein Handy, Zeitung oder Sonstiges, das Ihre Zeit beanspruchen könnte.

Könnte unerträglich werden. Zumindest anfangs. Ungewohnt.

Fragen, wie „Darf ich mir es erlauben, mal nichts, rein gar nichts, zu tun“ könnten aufkommen. Man muss ja funktionieren.

Aber müssen wir das wirklich? Rund um die Uhr?

Probieren Sie es einfach mal aus. Nichtstun. Für eine Stunde. Einmal die Woche.

Man sagt, im Nichts ist Alles. Das würde die eine Stunde einmal pro Woche doch rechtfertigen, oder?

 

#zeit #keinezeit #ichhabekeinezeit #zeitnehmen #auszeit

Veränderung

Wenn das Alte gehen darf und dem Neunen Platz macht.

So einfach?

Ja, so einfach.

Egal ob sich ein Partner verabschiedet, der Job ausgedient hat oder die Freunde, Veränderung heißt immer, dass etwas Neues kommt. Damit das Neue sich auch platzieren kann, muss natürlich das Vorherige weichen.

Alles Neue ist immer interessant und man ist neugierig und kann gar nicht genug davon bekommen.

Denken Sie an den neu kennengelernten Partner. Man kennt sich noch nicht, ist aber schon neugierig auf jedes weiteres Treffen, jedes neue Detail, dass man kennen und erleben darf.

Oder ein neuer Job. Neue Kollegen, ein neues Umfeld, neue Kunden. Spannung pur.

Warum sind dann Veränderungen nicht immer beliebt?

Tja, meist sind wir in einer gewohnten Umgebung, in einer Komfortzone. Die zu verlassen bedarf es enormer Kraft. Man wird wie von einem Magneten festgehalten und kann sich nur schwer der Anziehungskraft des Alten, Gewohnten entziehen. Und Neues heißt eben, dass das Alte gehen muss oder auch darf. So wie wenn man das alte Lieblingskleidungsstück entsorgen muss. Wo doch so viele Erinnerungen daran hängen. Und dann einfach weg damit für etwas Neues, dass noch keine Geschichte zu erzählen hat?

Die Geschichte kann neu geschrieben werden, anders geschrieben werden, die Akteure ausgetauscht werden. Diese Optionen sollte man im Hinterkopf haben. Veränderung bedeutet, dass eine Änderung stattfindet. Und diese Änderung lässt eben das Alte, das Vergangene dort zurück, wo es seinen Platz hat. In der Vergangenheit. In jener Zeit, die bereits geschehen ist und die unabänderbar ist.

Das Neue, das Jetzige bzw. Zukünftige, ist noch nicht geschrieben, hat noch nicht stattgefunden. Das macht es einerseits so reizvoll, andererseits auch so furchterregend.

Doch so wie wir die Vergangenheit nicht abändern können, sollten wir das Jetzt bzw. die Zukunft mit offenen Herzen einladen und begrüßen. Die Veränderung willkommen heißen.

So einfach.

 

#veränderung #verändern #alt #neu #komfortzone